Babypflege: Babymassage

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (13. Mai 2016)

Die tägliche Babymassage kann Teil des Abendrituals sein und Ihrem Säugling helfen, einfacher zur Ruhe und damit in den Schlaf zu finden. Am besten führen Sie die Babymassage daher kurz vorm Schlafen durch. Wenn es besser in den Tagesablauf passt oder Ihrem Baby zu einer anderen Tageszeit die Babymassage lieber zu sein scheint, spricht aber nichts dagegen, einen anderen Zeitpunkt zu wählen.

Wenn es mal gar nicht passt, lassen Sie die Babymassage lieber ausfallen, anstatt sie noch irgendwo einzuschieben.

Die Babymassage hat viele Vorteile: Sie bietet Ihrem Baby wichtigen Körperkontakt und hilft ihm, sich selbst besser wahrzunehmen und kennenzulernen – sie unterstützt die körperliche, geistige und auch seelische Entwicklung. Die Zeit der Babymassage gilt nur Ihrem Baby und Ihnen und ist darum ein wichtiger Punkt im Tagesablauf, besonders, wenn Sie sich über den restlichen Tag Geschwisterkindern und anderen wichtigen Aufgaben widmen müssen. Nicht zuletzt entspannt die Babymassage und unterstützt das Baby so beim Einschlafen und hilft gegen Blähungen.

Eine Mutter hält ihr Baby im Arm. © Jupiterimages/iStockphoto

Babypflege bedeutet auch Körperkontakt.

Am besten massieren Sie mit speziellen Babyölen, damit Sie nicht aus Versehen an der Haut Ihres Babys ziepen. Probieren Sie aus, was Ihrem Kind gefällt: Nicht alle Babys mögen beispielsweise die Gesichtsmassage, dann können Sie die einfach weglassen. Außerdem ist es individuell sehr unterschiedlich, wie viel Druck ein Baby bei den einzelnen Massagetechniken mag. Wichtig ist, dass es Ihrem Baby gefällt, probieren Sie darum einfach aus, wie sanft oder kräftig Sie an den einzelnen Stellen massieren dürfen. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die Handgriffe richtig hinbekommen, können Sie einen speziellen Babymassage-Kurs besuchen. Diese Kurse finden Sie über Ihre Hebamme, Ihren Frauenarzt oder fragen Sie einfach andere Mütter.

Babymassage am Bauch. © Jupiterimages/Valueline

Babymassage am Bauch

Achten Sie darauf, den Bauch immer nur im Uhrzeigersinn zu massieren – so unterstützen Sie die Verdauung Ihres Babys und massieren leichte Blähungen einfach weg. Massieren Sie nur so lange, wie es Ihrem Baby gefällt, im Durchschnitt sind das etwa 10 bis 15 Minuten. Ihr Baby sollte nicht gerade gegessen oder getrunken haben, also keinen vollen Bauch haben.

Anleitung für eine einfache Babymassage

Wiederholen Sie jeden Schritt der Babymassage mehrfach. Mit der Zeit werden Sie herausfinden, wie viele Wiederholungen Ihrem Baby guttun und gefallen.

  • Nehmen Sie etwas Massageöl in die Hände und verreiben Sie es. Das ist angenehmer für Ihr Baby, gerade wenn Sie kalte Hände haben oder das Öl kalt ist.
  • Legen Sie Ihre Hände kurz auf Ihr nacktes Baby, um ihm zu zeigen, dass es jetzt losgeht.
  • Beginnen Sie mit der Gesichtsmassage (wenn Ihr Baby diese gerne mag):
    • Streichen Sie mit beiden Handflächen leicht von der Nase bis zu den Wangen.
    • Streichen Sie anschließend mit den Handflächen von der Stirn zu den Schläfen.
  • Fahren Sie mit der Massage von Oberkörper und Bauch fort:
    • Streichen Sie abwechselnd mit den Händen von einer Schulter über den Bauch bis zum gegenüberliegenden Bein.
    • Streichen Sie mit den Handflächen (beide Hände gleichzeitig) von der Mitte der Brust zu den Seiten hin.
    • Massieren Sie den Bauch im Uhrzeigersinn mit einer Hand oder beiden Händen (übereinandergelegt) mit streichenden Bewegungen. Manche Säuglinge mögen es, wenn man dabei etwas fester drückt, aber probieren Sie einfach aus, was Ihrem Baby am besten gefällt.
  • Massieren Sie Arme und Beine:
    • Streichen Sie mit beiden Handflächen gleichzeitig von den Oberarmen bis zu den Händen.
    • Nehmen Sie den Arm in beide Hände und "wringen" sie ihn von der Schulter bis zum Handgelenk vorsichtig. Probieren Sie auch hier aus, wie viel Druck Sie verwenden können – einige Babys mögen einen festen Griff, andere nur ein sanftes Drücken.
    • Massieren Sie mit vorsichtigem Druck und kreisenden Bewegungen die Handfläche mit den Fingerkuppen oder dem Daumen und streichen Sie sanft die einzelnen Finger aus.
    • Streichen Sie mit beiden Handflächen gleichzeitig von den Oberschenkeln bis zu den Füßen.
    • Nehmen Sie das Bein in beide Hände und "wringen" sie es vom Oberschenkel bis zum Fußgelenk vorsichtig.
    • Massieren Sie mit vorsichtigem Druck und kreisenden Bewegungen die Ferse mit den Daumen. Streichen Sie dann sanft die einzelnen Zehen aus.
  • Zum Schluss massieren Sie den Rücken Ihres Babys:
    • Streichen Sie ein paarmal mit beiden Handflächen sanft von den Schultern bis runter zum Po und von einer Seite zur anderen. Da viele Babys die Bauchlage bei der Babymassage nicht gerne mögen, fällt die Rückenmassage oft nur sehr kurz aus.
  • Legen Sie die Hände wieder sanft einfach auf Ihrem Baby ab, um ihm zu zeigen, dass die Babymassage jetzt vorbei ist.

Zur Babymassage können noch detailliertere Massagetechniken verwendet werden, die Sie in speziellen Büchern finden oder in den Babymassage-Kursen lernen können.


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