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Forum Brustkrebs
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Stand: 30. Dezember 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Neben der Vakuumbiopsie (MIBB = minimalinvasive Brustbiopsie) finden drei andere Biopsiemethoden zur Entnahme von Gewebeproben aus der Brust Anwendung: Exzisionsbiopsie, Feinnadelbiopsie und Stanzbiopsie. Da ungefähr 70 Prozent der entdeckten Veränderungen in der Brust gutartig sind, sollte eine Biopsie einerseits ein sicheres diagnostisches Ergebnis liefern, andererseits aber so schonend wie möglich sein, um die Betroffenen so wenig wie möglich zu belasten.
Die neben der Vakuumbiopsie (MIBB = minimalinvasive Brustbiopsie) zur Entnahme von Brustgewebe angewendete Exzisionsbiopsie ist ein operativer Eingriff – daher auch offene oder chirurgische Biopsie genannt. Ziel dieser Methode ist es, möglichst das gesamte verdächtige Gewebe zu entfernen und anschließend zu untersuchen. Die Exzisionsbiopsie liefert eindeutige Ergebnisse. Anders als bei der Vakuumbiopsie erfolgt der Eingriff jedoch unter Vollnarkose. Außerdem erfordert er einen ein- bis dreitägigen Krankenhausaufenthalt, während die Vakuumbiopsie ambulant durchführbar ist. Nach der Exzisionsbiopsie bleibt eine vier bis fünf Zentimeter lange Narbe zurück. Bei manchen Frauen vernarbt zudem das Gewebe im Inneren der Brust, was in einigen Fällen Beschwerden (z.B. Narbenschmerzen) verursachen kann. Exzisionsbiopsien kommen daher vorwiegend zur vollständigen Entfernung des veränderten Brustgewebes bei eindeutig bösartigen Befunden zum Einsatz.
Wie die Vakuumbiopsie (MIBB = minimalinvasive Brustbiopsie) erfolgt die Feinnadelbiopsie unter örtlicher Betäubung. Dann führt der Arzt eine Hohlnadel in die Brust ein, um Zellen des zu untersuchenden Gewebes zu gewinnen. Mit der Feinnadelbiopsie lässt sich jedoch nur eine kleine Menge Zellen entnehmen. Daher ist es notwendig, die Nadel mehrmals einzuführen, um genügend Zellen für eine Untersuchung zu erhalten. Da für die Laboruntersuchung nur einzelne Zellen und keine zusammenhängenden Gewebestrukturen zur Verfügung stehen, bietet die Feinnadelbiopsie im Gegensatz zur Vakuumbiopsie nur eine geringe diagnostische Sicherheit.
Wie für die Vakuumbiopsie (MIBB = minimalinvasive Brustbiopsie) und Feinnadelbiopsie ist auch für die Stanzbiopsie der Brust (lat.: Mamma) nur eine örtliche Betäubung erforderlich. Die Stanzbiopsie verläuft ähnlich wie die Feinnadelbiopsie. Jedoch haben die bei der Stanzbiopsie eingesetzten Nadeln einen größeren Durchmesser. Auf diese Weise lassen sich aus der Brust nicht nur einzelne Zellen, sondern kleinere Gewebestücke entnehmen. Um eine ausreichende Menge an Gewebe für die Laboruntersuchung zu erhalten, sind aber auch bei der Stanzbiopsie mehrere Einstiche erforderlich. Dennoch ist die diagnostische Sicherheit der Stanzbiopsie größer als die der Feinadelbiopsie. Aufgrund der geringeren Größe der Gewebeproben ist sie aber nicht immer so hoch wie bei der Vakuumbiopsie und der offenen Biopsie. Außerdem kann durch das mehrmalige Einführen der Stanzbiopsienadel die Treffsicherheit geringer sein als bei der Vakuumbiopsie.
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