Sie befinden sich hier:

Startseite > Arztbesuch > Vorsorge > Mammographie > Mikrokalk in der Brust

Forum

Brustkrebs

Porträt Dirk Glöckner Forenexperte: Dirk Glöckner Forum Brustkrebs
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Mammographie

Mikrokalk in der Brust

Stand: 1. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Der sogenannte Mikrokalk stellt einen der beiden Typen von Verkalkungen dar, die in der Brust vorkommen können. Die andere Form heißt Makrokalk. Entscheidend für die Abgrenzung ist die Größe der Partikel: Kalkpartikel in einer Größe unter 0,5 Millimetern zählen zum Mikrokalk.

Es gibt zudem einen deutlichen Unterschied, was die Bedeutung von Makro- oder Mikrokalk in der Brust betrifft: In aller Regel stellen Makroverkalkungen gutartige Befunde dar, während Mikrokalk sowohl bei gutartigen wie auch bösartigen Veränderungen der Brust vorkommt.

Findet sich mittels Mammographie Mikrokalk in der Brust, schätzt der Arzt vor allem anhand zweier Kriterien ab, ob der Mikrokalk eher durch eine gutartige oder eine bösartige Erkrankung entstanden ist:

  • die Form der Kalkpartikel (z.B. rundlich und punktförmig, körnchenförmig und ungleichmäßig, vielgestaltig (pleomorph), linear-verästelt)
  • das Verteilungsmuster (diffus verteilt, regional, gruppiert, linear und segmental)

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mikrokalk durch eine bösartige (maligne) Veränderung entstanden ist, erhöht sich, wenn die Form der Verkalkungen eher vielgestaltig oder linear-verästelt ist und wenn sich der Mikrokalk gruppiert, linear oder segmental verteilt. Letztlich kann nur die feingewebliche Untersuchung (Histologie) einer Gewebeprobe (Biopsie) Klarheit bringen, ob tatsächlich ein bösartiger Befund vorliegt.

Beispiele für Befunde, bei denen der Mikrokalk in der Brust meist gutartig ist:

  • punktförmige Verkalkungen in diffuser Anordnung,
  • einzeln oder diffus im Gewebe verteilte Kalkpartikel mit gleichem Aussehen

Außer diesen Merkmalen des Mikrokalks bewertet der Arzt stets auch, wie das übrige und das die Verkalkungen umgebende Brustgewebe aussehen und bezieht dies mit ein.

Zeigt die Mammographie auffälligen Mikrokalk, kommt – je nachdem, wie wahrscheinlich ein bösartiger Befund ist – eine Gewebeentnahme mittels sogenannter stereotaktischer Vakuumbiopsie infrage oder eine Kontrollmammographie nach 6 Monaten.

Das könnte Sie auch interessieren

Vorsorge

Vorsorge

Erfahren Sie in der Übersicht mehr über gesundheitliche Vorsorge – vom Gesundheits-Check-up bis hin zu wichtigen Vorsorgeuntersuchungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.