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Mammographie

Mammographie-Screening

Stand: 1. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Als Mammographie-Screening bezeichnet man eine regelmäßig vorgenommene Röntgenuntersuchung der Brust, die dazu dient, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen. Früh entdeckter Brustkrebs lässt sich meist erfolgreicher und schonender behandeln. Das Mammographie-Screening kann jedoch nicht verhindern, dass Brustkrebs entsteht.

In Deutschland existiert ein bundesweites Programm, das Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre freiwillig wahrnehmen können. Dieses Mammographie-Screening-Programm richtet sich an Frauen, die keine Risikofaktoren für Brustkrebs haben, und ergänzt die "reguläre" jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung.

Frauen in der genannten Altersgruppe erhalten per Post eine offizielle Einladung zum Mammographie-Screening und damit einhergehend ein Merkblatt, das sie über die Hintergründe und den Ablauf informiert. Die Einladung geht von der sogenannten "Zentralen Stelle" aus, die Geburtsdatum und Anschrift der Frauen vom örtlichen Einwohnermelderegister erhält.

Das Merkblatt legt großen Wert auf die Entscheidungsfreiheit der Frauen: Sie sollen sich neutral über die Vor- und Nachteile des freiwilligen Programms informieren und dann aus eigenen Stücken entscheiden, ob sie am Mammographie-Screening teilnehmen möchten. Fakt ist: Jede Frau im Alter zwischen 50 und 69 Jahren hat alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs. Unabhängig davon kann bei Risikopatientinnen und immer dann, wenn ein auffälliger Befund auftritt, öfter und sehr kurzfristig eine Mammographie angezeigt sein. Es spielt dann keine Rolle, ob schon wieder zwei Jahre verstrichen sind.

Das in Deutschland angebotene Mammographie-Screening-Programm erfüllt die Qualitätsbedingungen der "Europäischen Leitlinien". Das bedeutet unter anderem, dass:

  • Fachkräfte die Mammographie an streng kontrollierten, modernen Geräten durchführen.
  • jede Mammographie-Aufnahme von mindestens zwei Ärztinnen oder Ärzten begutachtet wird, die Mammographien von mindestens 5.000 Frauen pro Jahr beurteilen.
  • auffällige Befunde innerhalb des Früherkennungs-Programms von speziell fortgebildeten Ärztinnen und Ärzten abgeklärt werden.

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