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Gynäkologische Krebsfrüherkennung

Pap-Test

Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Die zytologische Abstrich-Untersuchung nennt man nach seinem Erfinder, dem griechischen Arzt Papanicolaou, kurz Pap-Test. Die Ergebnisse des Zellabstrichs lassen sich in verschiedene Stadien (Pap I bis Pap V) einteilen. Je nachdem, welches Stadium der Frauenarzt entdeckt, sind weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen notwendig.

Pap-Gruppe Zellbild Bewertung und empfohlene Maßnahme
Pap I Normales Zellbild Befund negativ; es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich
Pap II Normales Zellbild mit leichten Entzündungen und Veränderungen Befund negativ; eventuell Kontrolle nach Abklingen der Entzündung
Pap III Unklares Zellbild, liegt vor bei schweren Entzündungen und Zellveränderungen; der Arzt kann Krebs nicht sicher ausschließen, da die Zellen schwer zu beurteilen sind. Befund unklar; meist entnimmt der Arzt nach drei Monaten einen Kontrollabstrich, teilweise klärt er den Befund mit einem HPV-Test und einer Kolposkopie (Scheidenspiegelung)
Pap III D Leichte bis mittelschwere Zellveränderungen Meist Abstrichkontrolle nach drei Monaten, bei dauerhaftem Befund über ein Jahr weitere therapeutische Maßnahmen, teilweise Kolposkopie und HPV-Test zur Abklärung der Veränderungen
Pap IV a Schwere Zellveränderungen, Vorstufe von Gebärmutterkrebs (Carcinoma in situ). Befund positiv; es folgt zunächst eine Gewebeentnahme ( Biopsie). Anschließend untersucht der Arzt das veränderte Gewebe mikroskopisch.
Pap IV b Schwere Zellveränderungen, entweder ein Carcinoma in situ als Krebsvorstufe oder bereits Gebärmutterkrebs. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass möglicherweise bereits Krebszellen in tiefere Gewebsschichten eindringen (invasives Wachstum). Befund positiv; es folgt zunächst eine Gewebeentnahme ( Biopsie). Anschließend untersucht der Arzt das veränderte Gewebe mikroskopisch.
Pap V Zellen eines bösartigen Gebärmutterhalskrebses Befund positiv; sofortige Probenentnahme von Gewebe (Biopsie), bei eindeutigem Befund entsprechende operative Eingriffe sowie weitere Therapie-Maßnahmen
keine Technisch unbrauchbares Präparat, das heißt, der Pap-Test ist nicht auswertbar Wiederholung des Abstrichs nach 14 Tagen

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