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Zahnprophylaxe beim Kind

Kinderzahnpasta

Stand: 29. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Kinder sollten immer eine spezielle Kinderzahnpasta verwenden. Wichtig ist hier vor allem der Fluoridgehalt. Fluoride sind ein natürlicher Baustein des Körpers, die an Knochenbildung und Wachstum maßgeblich beteiligt sind. Bezüglich der Kariesprophylaxe hat sich herausgestellt, dass eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Fluoriden das Auftreten von Karies deutlich mindert.

Die Wirkungen von Fluoriden sind in diesem Zusammenhang:

  • Unterstützung der Remineralisation des Zahnschmelzes nach einem Säureangriff. Das wirkt der Bildung von Löchern entgegen.
  • Hemmung des Bakterienstoffwechsels und damit auch der Produktion von zahnschmelzschädigenden Säuren

Eine ausreichende Fluoridzufuhr ist somit eine wirksame Methode der Kariesprophylaxe. Da die tägliche Fluoridaufnahme über Trinkwasser und Nahrung für einen wirksamen Kariesschutz nicht ausreichend ist, muss dem Körper zusätzliches Fluorid zugeführt werden. Eine Möglichkeit der Fluoridaufnahme ist die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta.

Der Unterschied zwischen einer Kinderzahnpasta und einer herkömmlichen Zahnpasta besteht darin, dass bei Pasten für Kinder die Fluorid-Konzentration dem jeweiligen Alter angepasst ist. In der ersten Zeit (Alter bis drei Jahre) sollte das Kind nur mit Wasser oder einer Zahnpasta ohne Fluorid und sogenannte Tenside die Zähne putzen, da es noch zu viel Schaum verschluckt. Für Kinder ab drei Jahren gibt es Zahncremes mit einem geringen Fluoridanteil für die speziellen Anforderungen der Milchzähne. Für Kinder mit bleibenden Zähnen sind Zahncremes mit höheren Fluoridanteilen verfügbar. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde empfiehlt folgende Fluoridanteile in den Zahncremes:

  • Bis zu einem Alter von sechs Jahren (ausgenommen das erste halbe Lebensjahr) Verwendung einer Zahncreme mit 500 ppm Fluorid.
  • Ab sechs Jahren Verwendung einer Zahncreme mit 1.000-1.500 ppm Fluorid.

Die Empfehlungen gelten aber nur, wenn nicht zusätzlich Fluoridtabletten gegeben werden. Über die richtige und sinnvolle Fluoridprophylaxe informiert Sie auch Ihr Zahnarzt.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Zahnprophylaxe beim Kind

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