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Schutzimpfung kontrovers diskutiert

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Rund um Impfung & Vorsorge

(Stand: 30. Januar 2010)

Allgemeines

Impfungen machen uns gegen viele Erreger immun und schützen uns so vor teils lebensbedrohlichen Krankheiten. Die Standardimpfungen der letzten Jahrzehnte waren dabei so erfolgreich, dass die Bedrohlichkeit mancher (Kinder-)Krankheiten mehr und mehr aus unserem Bewusstsein verschwunden ist. Daher werden oftmals Nutzen und Risiko der Schutzimpfung kontrovers diskutiert.

Eine Schutzimpfung hat viele Vorteile: In einer flächendeckend geimpften Bevölkerung reißt die Infektionskette ab und es kommt nur zu sporadischen Neuinfektionen. Ausschließlich vom Menschen übertragene Krankheiten können sich somit nicht weiter ausbreiten.

Bei einer konsequenten Durchimpfung besteht demnach die Chance, dass die Infektionskrankheit völlig verschwindet (wie bei den Pocken bereits geschehen). Je nach Krankheitserreger ist hierzu eine Durchimpfungsrate von 85 bis 95 Prozent erforderlich. Bereits wenige Prozent Nichtgeimpfter genügen also, um dieses Ziel zu verfehlen und die Ausrottung der Infektionskrankheit zu verhindern.

Deutschland gehört bei der Verhinderung und Ausmerzung von Infektionskrankheiten im internationalen Vergleich allenfalls zum Mittelfeld (in Skandinavien und in den USA beispielsweise sind die Impfraten deutlich höher, weswegen dort die entsprechenden Krankheiten sowie deren Komplikationen so gut wie unbekannt sind). Dies liegt zumindest teilweise daran, dass es eine Bevölkerungsgruppe gibt, die Impfungen kategorisch ablehnt. Die Motive der Ablehnung sind sehr unterschiedlich und meist in eine bestimmte Weltanschauung eingebettet. Die Zahl der Impfgegner in Deutschland ist mit etwa drei bis fünf Prozent zwar gering, durch die Vernetzung und Verbreitung teils massiver, zumeist unwissenschaftlicher Impfkritik mithilfe moderner Informationstechnologie kann sie aber einen großen Einfluss auf die Impfakzeptanz der Bevölkerung ausüben.

Hinzu kommt, dass die Fortschritte auf dem Gebiet der Ernährung, Hygiene und Medizin zusammen mit den Schutzimpfungen zu einem starken Rückgang der Erkrankungs- und Sterblichkeitsziffer durch Infektionskrankheiten geführt hat. Infolge dieses Rückgangs nimmt die Öffentlichkeit die Gefahren der Infektionserkrankungen nicht mehr wahr, während gleichzeitig die sehr seltenen Komplikationen des Impfens in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion rücken. Daher betrachten viele Menschen Schutzimpfungen trotz der nach wie vor bestehenden Risiken vieler Infektionskrankheiten skeptisch.

Im Internet finden sich zahlreiche Auseinandersetzung zum Thema Schutzimpfung beziehungsweise Impfrisiko. Die dort durch Impfgegner angeführten Argumente sind bei kritischer Betrachtung häufig schnell widerlegbar.

Weiterlesen: Schutzimpfung kontrovers diskutiert: Behauptung 1

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