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Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)

Totale intravenöse Anästhesie (TIVA)

Stand: 11. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Bei einer rein intravenösen Anästhesie (TIVA) spritzt der Arzt flüssige Narkosemittel direkt in eine Vene (intravenös). Dabei setzt er üblicherweise eine Kombination aus Schlafmitteln (Hypnotika), Schmerzmitteln (Analgetika) und Muskelrelaxantien ein.

Eine sehr häufige Kombination bei der TIVA ist die aus dem Schlafmittel Propofol und dem Schmerzmittel Remifentanil. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass der Arzt die Tiefe der Narkose gut steuern kann und dass der Patient nach der Operation selten über Übelkeit und Erbrechen (PONV) klagt. Eingesetzt wird die TIVA bei einer Unverträglichkeit gegen Narkosegase, bei kurzen Eingriffen, bei bekannter Übelkeit nach einer Operation und wenn es besonders wichtig ist, dass der Narkosearzt die Tiefe der Narkose sehr exakt steuern kann.

Balancierte Narkose

Bei einer balancierten Narkose (Anästhesie) verwendet der Arzt sowohl Narkosegase als auch intravenöse Medikamente. Gemeinsam mit der TIVA gilt die balancierte Narkose heutzutage als die am häufigsten angewandte Art der Vollnarkose.

Narkosegase beeinträchtigen das Herz-Kreislauf-System erheblich, wenn sie allein zum Einsatz kämen. Um dies zu verhindern, verabreicht der Arzt ergänzend schmerzstillende Medikamente (Analgetika) und die Muskeln entspannende Mittel (Muskelrelaxantien) über eine Vene (intravenös). Auf diese Weise kann er die Konzentration und somit auch die Nebenwirkungen der Narkosegase verringern. Die Einleitungsphase erfolgt bei der balancierten Narkose meist rein intravenös. Vorteil dieses Vorgehens: Da die Wirkung der flüssigen Narkosemittel schnell eintritt, verkürzt sich die Einleitungsphase.

Neuroleptanästhesie

Die Neuroleptanästhesie ist eine Form der intravenösen Anästhesie, bei welcher der Arzt ein Mittel, das das Nervensystem dämpft (Neuroleptikum), ein schmerzstillendes Mittel und eine Sauerstoff-/Lachgas-Beatmung miteinander kombiniert. Heutzutage wird die Neuroleptanästhesie jedoch nicht mehr oder in äußerst seltenen Fällen eingesetzt.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)

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