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Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)

Durchführung

Stand: 11. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Eine Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) kann auf drei Arten erfolgen: nur mit Narkosegasen, nur mit Medikamenten, die der Arzt in eine Vene spritzt, oder als Mischform. Unabhängig von der Art der Vollnarkose entwickelt sich die Empfindungslosigkeit stets nach einem bestimmten zeitlichen Schema.

Zeitlicher Ablauf einer Vollnarkose (Narkosestadien)

Eine Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) gliedert sich zeitlich in drei Phasen:

  • Einleitung
  • Unterhaltung
  • Ausleitung

Im Stadium der Einleitung (Anflutung) steigt die Konzentration der zur Narkose verwendeten Medikamente langsam im Körper an. Meist leitet der Arzt die Narkose durch Narkosemittel ein, die er in eine Vene spritzt (intravenöse Einleitung). Heutzutage setzen Anästhesisten nur noch selten Narkosegase ein, um eine Narkose einzuleiten. Eine Ausnahme besteht bei der Narkose von Kindern: Da sie sich oft vor der Spritze fürchten, bietet sich bei ihnen eine Einleitung mit Narkosegas an.

Eine Operation, die eine Vollnarkose erfordert, kann erst dann erfolgen, wenn die Medikamente an dem Ort, wo sie wirken – dem Gehirn –, eine bestimmte Konzentration erreicht haben. Sobald die Konzentration hoch genug ist, folgt das Stadium der Unterhaltung oder Fortführung, in dem der Chirurg den eigentlichen Eingriff vornimmt. In dieser Phase der Vollnarkose passt der Narkosearzt die Menge und Art der Medikamente, die er zuführt, an den gegenwärtigen Bedarf des Patienten an. Hierfür stehen ihm sowohl Narkosegase als auch Medikamente, die er spritzt, zur Verfügung. Beispiele für solche Medikamente sind Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Schmerzmittel und Wirkstoffe, die die Muskulatur entspannen (Muskelrelaxantien).

Ist die Operation beendet, gilt es, die Narkosemittel möglichst schnell aus dem Körper zu "entfernen". Im Stadium der Ausleitung (Abflutung) geschieht genau dies: Die Konzentration an Narkosemitteln sinkt in Blut und Lunge fortlaufend, ihre Wirkung lässt nach und der Patient wird wacher. Da Einleitung und Ausleitung im medizinischen Sinne keinen Nutzen haben, müssen diese Phasen sehr schnell durchlaufen werden, um den Körper nicht unnötig zu belasten und um mögliche Nebenwirkungen zu minimieren.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Vollnarkose (Allgemeinanästhesie)

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