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Vakuumbiopsie (MIBB)ForumBrustkrebs
Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Brustkrebs
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren Durchführung(Stand: 29. Juni 2009) Eine Vakuumbiopsie (MIBB = minimal invasive Brustbiopsie) wird unter Bildüberwachung durchgeführt: Vor oder auch während der Entnahme der Gewebeprobe werden Aufnahmen der betroffenen Brust gemacht. Dazu können alle bildgebenden Verfahren eingesetzt werden. Hauptsächlich wird die Vakuumbiopsie unter mammographischer Überwachung (Röntgen) durchgeführt. Auf diese Weise können sehr kleine, nicht tastbare Veränderungen aufgespürt und entnommen werden. Die Entnahme erfolgt mit einer etwa drei Millimeter dünnen Hohlnadel, in der sich ein winziges Hochgeschwindigkeitsmesser befindet. Die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie wird durchgeführt, während die Betroffenen mit dem Bauch auf einem speziellen Untersuchungstisch liegen. Die zu untersuchende Brust wird in einer dafür vorgesehenen Öffnung des Tischs fixiert. Mithilfe einer Röntgenaufnahme aus verschiedenen Richtungen (Stereotaxie) wird die genaue Lage der Gewebeveränderung ermittelt (daher auch die Bezeichnung stereotaktische Vakuumbiopsie). Nach einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) wird die Hohlnadel durch einen vier bis fünf Millimeter langen Schnitt genau in die berechnete Stelle der Brust eingeführt. Über Unterdruck (Vakuum) wird das Gewebe in die Nadel gesaugt und mit dem kleinen, in der Nadel befindlichen Messer abgeschnitten. Anschließend wird das Gewebe durch die Hohlnadel in eine Öffnung in der Nadelmitte transportiert, aus der es mit einer Pinzette entnommen werden kann. Die Nadel lässt sich bei der Gewebeentnahme um die eigene Achse drehen, sodass mehrere (zehn bis 20) bis zu zwei Zentimeter große, zylinderförmige Gewebeproben von der betroffenen Stelle und deren Umgebung entnommen werden können. Dadurch wird die diagnostische Sicherheit der Vakuumbiopsie wesentlich erhöht. Die Methode kann auch im Sitzen an einem speziellen Mammographiegerät durchgeführt werden. Die ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsie funktioniert ähnlich wie die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie, wobei die Betroffenen hier auf dem Rücken liegen. Während bei der röntgengesteuerten Biopsie vorab Röntgenbilder gemacht werden, kann die ultraschallgesteuerte Biopsie ohne Strahlenbelastung durchgeführt werden: Stattdessen erfolgt eine stetige Kontrolle auf dem Ultraschallbild. Die Gewebeproben werden mit einem computerunterstützten, handgeführten Gerät entnommen, an dem die Nadel angebracht ist. Diese Form der Vakuumbiopsie eignet sich zur Abklärung aller unter Ultraschall sichtbaren Veränderungen. Bestimmte Veränderungen – wie beispielsweise der so genannte Mikrokalk – sind dagegen nur mit der röntgengesteuerten Vakuumbiopsie zu entnehmen. Nach der Vakuumbiopsie kann über die Biopsienadel einen zwei Millimeter großer Markierungsclip aus Metall an der biopsierten Stelle eingesetzt werden. Anhand dieses Clips kann bei späteren Kontrolluntersuchungen oder bei einem eventuellen chirurgischen Eingriff das Punktionsgebiet exakt bestimmt werden. Die bei der Vakuumbiopsie entnommenen Gewebeproben werden anschließend im Labor feingeweblich untersucht. Weiterlesen: Vakuumbiopsie: Andere Biopsiemethoden Autor: Onmeda Redaktion Das könnte Sie auch interessieren
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