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Vakuumbiopsie (MIBB)

Durchführung

Stand: 30. Dezember 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Eine Vakuumbiopsie (MIBB = minimalinvasive Brustbiopsie) erfolgt unter Bildüberwachung: Dazu macht man vor oder auch während der Durchführung der Gewebeentnahme Aufnahmen der betroffenen Brust (lat.: Mamma). Für diese Bildüberwachung sind alle bildgebenden Verfahren geeignet. Hauptsächlich kommt bei der Vakuumbiopsie eine mammographische Überwachung (Röntgen) zum Einsatz. Auf diese Weise ist es möglich, sehr kleine, nicht tastbare Veränderungen aufzuspüren und zu entnehmen. Die Entnahme der Gewebeprobe erfolgt mit einer etwa drei Millimeter dünnen Hohlnadel, in der sich ein winziges Hochgeschwindigkeitsmesser befindet.

Während der Durchführung der röntgengesteuerten Vakuumbiopsie liegen die Betroffenen mit dem Bauch auf einem speziellen Untersuchungstisch. Die zu untersuchende Brust ist dabei in einer dafür vorgesehenen Öffnung des Tischs fixiert. Mithilfe einer Röntgenaufnahme aus verschiedenen Richtungen (Stereotaxie) lässt sich die genaue Lage der Gewebeveränderung ermitteln (daher auch die Bezeichnung stereotaktische Vakuumbiopsie). Nach einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) wird die Hohlnadel durch einen vier bis fünf Millimeter langen Schnitt genau in die berechnete Stelle der Brust eingeführt. Ein Unterdruck (Vakuum) saugt das Gewebe in die Nadel ein und kleine Messer in der Nadel schneiden das eigesaugte Gewebe ab. Anschließend sorgt eine Druckveränderung für den Transport der Gewebeprobe durch die Hohlnadel in eine Öffnung in der Nadelmitte, aus der sich das Gewebe mit einer Pinzette entnehmen lässt. Die Nadel ist bei der Gewebeentnahme um die eigene Achse drehbar, sodass die Vakuumbiopsie es ermöglicht, mehrere (10 bis 20) bis zu zwei Zentimeter große, zylinderförmige Gewebeproben von der betroffenen Stelle und deren Umgebung zu entnehmen. Dadurch ist die diagnostische Sicherheit der Vakuumbiopsie wesentlich erhöht. Die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie ist auch im Sitzen an einem speziellen Mammographiegerät möglich.

Die ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsie funktioniert ähnlich wie die röntgengesteuerte Vakuumbiopsie, wobei die Betroffenen hier jedoch auf dem Rücken statt auf dem Bauch liegen. Während man bei der röntgengesteuerten Biopsie die Bildüberwachung vorab Röntgenbilder macht, ist die ultraschallgesteuerte Biopsie ohne Strahlenbelastung durchführbar: Stattdessen erfolgt eine stetige Kontrolle auf dem Ultraschallbild. Der Arzt entnimmt die Gewebeproben mit einem computerunterstützten, handgeführten Gerät, an dem die Nadel angebracht ist. Diese Form der Vakuumbiopsie eignet sich zur Abklärung aller unter Ultraschall sichtbaren Veränderungen. Bestimmte Veränderungen – wie beispielsweise der sogenannte Mikrokalk – lassen sich dagegen nur mit der röntgengesteuerten Vakuumbiopsie entnehmen.

Nach Durchführung der Vakuumbiopsie ist es möglich, über die Biopsienadel einen zwei Millimeter großen Markierungsclip aus Metall an der biopsierten Stelle einzusetzen. Anhand dieses Clips lässt sich bei späteren Kontrolluntersuchungen oder bei einem eventuellen chirurgischen Eingriff das Punktionsgebiet exakt bestimmen.

Anschließend erfolgt im Labor eine feingewebliche Untersuchung der bei der Vakuumbiopsie entnommenen Gewebeproben.

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Vakuumbiopsie

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