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Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie, kurz "Sono") ist eine schmerzlose Methode, mit der man mittels Ultraschallwellen in verschiedene Organe und Körperregionen schauen kann.

Mediziner wenden die Ultraschalluntersuchung oftmals zur Diagnose, zur Verlaufskontrolle und zur Bewertung einer Therapie an. Der Vorteil von Ultraschall ist, dass das Verfahren in vielen Fällen aussagekräftig und außerdem kostengünstig, risikofrei sowie leicht und schnell anwendbar ist.

Ultraschall zählt zu den bildgebenden Verfahren. Mithilfe der Sonographie lassen sich die Gewebsstrukturen und Organe des Körpers zweidimensional abbilden. Beim 3D-Ultraschall (3D-Sonographie) ist die Darstellung dreidimensional, ebenso beim 4D-Ultraschall (4D-Sonographie).

Bei einer Ultraschalluntersuchung erzeugt ein Ultraschallgerät hochfrequenten Schall, sogenannten Ultraschall. UItraschallwellen sind für den Menschen nicht hörbar, denn die Frequenz liegt oberhalb der Hörgrenze des menschlichen Ohrs von 20 Kilohertz (kHz).

Ein Ultraschallgerät (Sonographiegerät) besteht aus einem sogenannten Schallkopf, einem kleinen Rechner und einem Bildschirm (Monitor). Im Schallkopf des Ultraschallgeräts befinden sich Kristalle, die beim Anlegen einer elektrischen Wechselspannung im Rhythmus dieser Spannung schwingen. Der Schallkopf sendet diese Schwingungen – die Schallwellen – während der Ultraschalluntersuchung aus. Der Schallkopf ist aber nicht nur "Sender" sondern auch "Empfänger" von Schallwellen. Setzt der Arzt den Schallkopf zum Beispiel auf die Bauchhaut einer Person, sendet er damit Ultraschallwellen in deren Bauchraum. Treffen die Wellen dort auf die verschiedenen Organen und Gewebe (z.B. Leber, Gallenblase oder Blutgefäße), werden sie jeweils unterschiedlich zum Schallkopf zurück reflektiert. Der Schallkopf registriert die zurückgeworfenen Schallwellen und leitet die Daten an eine Recheneinheit weiter. Diese wandelt alle Informationenin Bilder um, die sich der Arzt während der Sonographie auf einem Bildschirm anschauen kann. Viele Ärzte haben ein solches Ultraschallgerät in ihrer Praxis.

Ultraschall ist eine häufige Methode der Routinediagnostik. Bei bestimmten Fragestellungen kommen außerdem spezielle Ultraschall-Methoden zum Einsatz. So kann der Arzt beispielsweise mit der Doppler-Sonographie den Blutfluss nachweisen oder mit Ultraschallsonden bestimmte Körperbereiche näher untersuchen (Endosonographie). Auch 3D-Ultraschall und 4D-Ultraschall sind spezielle Ultraschall-Methoden. Mit den entsprechenden Ultraschallgeräten erkennt der Arzt dreidimensionale Strukturen. Im Gegensatz zum 3D-Ultraschall kann der Arzt mit 4D-Ultraschall (auch: Live-3D-Ultraschall) Körpervorgänge vergleichbar einer Videoaufnahme sichtbar machen. Damit lassen sich Bewegungen nachweisen, wie etwa der Herzschlag oder – in der Schwangerschaftsvorsorge – Bewegungen des ungeborenen Kindes im Mutterleib.

In der Tierwelt dient Ultraschall unter anderem zur Orientierung (z.B. bei Fledermäusen). Fledermäuse erzeugen Schall mit einer Frequenz von rund 40 bis zu 90 kHz, bestimmte Insekten sogar bis zu 250 kHz. Die Tiere nutzen den Ultraschall sowohl zur Orientierung als auch zur Betäubung von Beutetieren oder Gegnern.

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