Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Dopplerverfahren

Stand: 31. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Eine spezielle Form der Ultraschalluntersuchung ist das sogenannte Dopplerverfahren. Mit dieser Methode kann der untersuchende Arzt die Geschwindigkeit beurteilen, mit der Blut durch die Blutgefäße fließt. Verengungen und Verschlüsse lassen sich dabei erkennen und der Arzt kann zum Beispiel Durchblutungsstörungen oder Blutgerinnsel (Thrombose oder Embolie) feststellen.

Beim sogenannten Farbdoppler lässt sich bewegte Flüssigkeit – zum Beispiel Blut in einem Blutgefäß – farblich darstellen. Je nach dem, in welche Richtung das Blut durch das Gefäß strömt, erscheint es als rotes oder blaues Band auf dem Bildschirm. Die Dopplersonographie kann den Blutstrom aber auch als akustisches Signal wiedergeben. Eine Variante der Dopplersonographie ist die "Duplexsonographie". Hierbei kann der Arzt den Bereich, den er auf Gefäßverengungen untersuchen möchte, genau einstellen.

Doppler- und Duplexsonographie kommen bei folgenden Blutgefäßen zum Einsatz:

Gefäß Frequenz
Halsgefäße 5 bis 7,5 MHz
Blutgefäße im Schädel 2 MHz, der Ultraschall muss dabei die Schädeldecke durchdringen
Bauch- und Beckengefäße 3,5 MHz
Beingefäße 5 bis 7,5 MHz

Eine neuere Entwicklung ist der sogenannte “intensitätsmodulierte” Doppler. Er hilft dem Arzt, auch Blutströme mit langsamen Flussgeschwindigkeiten zu erkennen, zum Beispiel in Venen.

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