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Stand: 30. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Ultraschalltherapie kann schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparates wie Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankungen lindern. Beim Ultraschall handelt es sich um sehr schnell aufeinanderfolgende (hochfrequente) Schallwellen, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.
In der Medizin wird Ultraschall meistens dazu genutzt, um Erkrankungen oder Veränderungen an Organen und anderen Weichteilen und seltener auch an Gelenken festzustellen. Während der Schwangerschaft hilft die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) dabei, die Entwicklung des Ungeborenen zu verfolgen. Sie ist damit fester Bestandteil der Schwangerenvorsorge. Bei der Ultraschalltherapie hingegen nutzt der Arzt die Schallwellen hauptsächlich, um entzündliche Erkrankungen und schmerzhafte Veränderungen an Muskeln, Sehnen, Nerven und Gelenken zu lindern sowie hartnäckige Muskelverspannungen aufzulockern.
Ultraschallwellen sind sehr schnell aufeinanderfolgende Längswellen (Longitudinalwellen), die sich immer nur in eine Richtung ausbreiten. Sie können nicht über die Luft, sondern nur über direkten Hautkontakt in die zu behandelnden Körperzonen weitergeleitet werden. Hierzu benutzt der Arzt einen sogenannten Schallkopf. Der Schallkopf ist per Kabel mit dem Ultraschallgerät verbunden. Er ist der Teil des Gerätes, der die Ultraschallwellen aussendet. Für die Schallwellenübertragung ist zudem ein flüssiges Medium notwendig, zum Beispiel ein spezielles Gel. Dieses trägt der Arzt vor der Behandlung auf die jeweilige Körperpartie des Patienten auf. Anschließend führt er den Schallkopf des Ultraschallgeräts vorsichtig über die jeweilige Körperstelle und leitet so die Schallwellen direkt über die Haut in den Körper.
Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften durchdringen Ultraschallwellen Haut, Unterhautbindegewebe, Fettschichten und Muskulatur, ohne Energie zu verlieren. Diese Energie wird dann als Wärme am Knochen abgegeben. Somit ist die Ultraschalltherapie letztendlich eine Wärmetherapie.
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