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Telemedizin

Anwendungsgebiete

Stand: 3. Juni 2008Autor: Onmeda-Redaktion

Telemedizin bewährt sich vor allem bei der räumlichen Trennung von Arzt und Patient und verhilft besonders chronisch Kranken zu mehr Sicherheit und Lebensqualität. Nicht nur Herz-Kreislauf oder Diabetes-Patienten profitieren von den technischen Möglichkeiten der Telemedizin. Auch Personen, die an Bluthochdruck, Asthma und bestimmten Lungenkrankheiten leiden, werden mithilfe der ununterbrochenen drahtlosen Überwachung besser betreut. Ärzte machen sich die regelmäßig einlaufenden Daten zu Nutze, um Behandlung zu verbessern und Diagnosen zu schärfen.

Des Weiteren können mithilfe der Telemedizin Kosten im Gesundheitswesen gesenkt und Zeit eingespart werden. Je eher der Arzt in die Behandlung eingreifen kann, um zum Beispiel wichtige Medikamente neu zu dosieren, desto schneller ist eine Heilung beziehungsweise eine Linderung der Beschwerden möglich. Durch die Therapie aus der Ferne können häufige Arztbesuche oder Krankenhausaufenthalte entfallen. Um Telemedizin und Telemonitoring erfolgreich umsetzen zu können, müssen jedoch vielerorts die technischen Standards in Praxen und Kliniken verbessert werden.

Neben dem Telemonitoring gibt es weitere Anwendungsgebiete der Telemedizin:

  • Teleradiologie: Über die Teleradiologie können Bilder von Röntgen, CT, Ultraschall, MRT u.a. an andere Spezialisten übermittelt werden, sodass der Patient seine Unterlagen nicht mehr selbstständig mit sich führen muss und Doppeldiagnosen entfallen.
  • Telepathologie: Bei Operationen ist es häufig wichtig, schnell festzustellen, ob ein Gewebe bösartig oder gutartig ist. Steht in dem entsprechenden Krankenhaus kein Pathologe zur Verfügung, so kann die Gewebeprobe in ein ferngesteuertes Mikroskop eingelegt werden. Ein Pathologe eines anderen Krankenhauses beziehungsweise Labors kann die Untersuchung durchführen und das Ergebnis schnell übermitteln.
  • Teledermatologie, Teleophthalmologie: Ähnlich wie in der Telepathologie können hier Bilder vom Auge an andere Spezialisten übermittelt werden, um etwa eine unklare Diagnose bestätigen zu lassen Meinungen auszutauschen.
  • Telechirurgie: Es ist möglich, dass mittels eines ferngesteuerten Operationsroboters Operationen von einem Chirurgen von einem entfernt gelegenen Ort durchgeführt werden.

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