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Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Stammzelltherapie weckt große Hoffnungen und scheint oftmals ein fernes Ziel in der Zukunft. Tatsächlich gibt es bereits eine Form der Stammzelltherapie, die seit Jahrzehnten eingesetzt wird – als Therapie bei bestimmten Formen von Blutkrebs (Leukämie). Adulte blutbildende Stammzellen werden im Rahmen der Krebstherapie (Stammzelltherapie) zum Beispiel bei Leukämien und Lymphomen schon seit einigen Jahren verwendet. Die Stammzelltherapie wird oft auch nach Bestrahlungen oder hoch dosierten Chemotherapien eingesetzt, da bei diesen Behandlungen als unerwünschte Nebenwirkung häufig auch das Knochenmark geschädigt wird. Die dadurch bedingte Störung der Blutbildung kann ohne einen Ersatz von teilungsfähigen Knochenmarkszellen zum Verlust der roten Blutkörperchen (Anämie), der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie) führen. Dieser Mangel ist lebensgefährlich, weil dadurch die Immunabwehr, die Sauerstoffversorgung und die Blutgerinnung eingeschränkt sind.
Bei der Stammzelltherapie im Rahmen einer Knochenmarktransplantation wird krankes durch gesundes Knochenmark ersetzt. Zunächst wird durch eine hoch dosierte Chemotherapie, gegebenenfalls zusammen mit einer Bestrahlung, das kranke Knochenmark des Patienten vollständig zerstört. Nach der Transfusion von Stammzellen aus dem Blut oder Knochenmark eines Spenders (allogene Knochenmarktransplantationoder derselben Person (autologe Knochenmarktransplantation) bildet sich dann neues, gesundes Knochenmark.
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