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Spermiogramm (Spermauntersuchung)

Makroskopische Untersuchung

Stand: 24. Februar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Um ein Spermiogramm (Spermauntersuchung) zu erstellen, erfolgt zunächst eine makroskopische Untersuchung der Samenflüssigkeit (Sperma): Bei dieser Untersuchung beurteilt man das Ejakulat makroskopisch (also ohne Hilfsmittel) auf Volumen, Geruch und Farbe. Pro Samenerguss sollte das Ejakulatvolumen zwischen 2 und 7 Millilitern liegen. Eine zu geringe Spermamenge deutet auf fehlendes Samenblasensekret hin, das normalerweise zwei Drittel des Ejakulatsvolumens ausmacht. Ursache dafür kann ein Verschluss der sogenannten Spritzkanäle aus den Samenbläschen sein.

Das im Spermiogramm makroskopisch untersuchte Sperma sollte einen kastanienblütenartigen Geruch und eine weißlich-trübe Farbe aufweisen. Eine gelbliche Verfärbung lässt auf eine Infektion, eine rötlich-braune auf vorhandene rote Blutkörperchen (Erythrozyten) schließen.

Zur makroskopischen Spermaanalyse gehört es auch, den pH-Wert des Spermas zu bestimmen. Dieser sollte zwischen 7,2 und 7,8 liegen. Ein höherer Wert im Spermiogramm weist auf eine Infektion, ein geringerer auf eine Missbildung oder einen Verschluss des Samenleiters, der Samenblase oder des Nebenhodens hin.

Mikroskopische Untersuchung

Bei einem Spermiogramm (Spermauntersuchung) folgt auf die makroskopische eine mikroskopische Untersuchung der Samenflüssigkeit (Sperma). Hierbei beurteilt man die Samenzellen (Spermien) für das Spermiogramm im Hinblick auf ihre Konzentration, Gesamtzahl, Beweglichkeit (Motilität) und Lebendigkeit (Vitalität). Außerdem misst man, innerhalb welcher Zeit sich das Ejakulat verflüssigt und ob es Bakterien, weiße Blutkörperchen (Leukozyten), Fruchtzucker (Fruktose) oder Zink enthält. Wenn die Spermiogramm-Werte von den Werten abweichen, die eine normale Spermienqualität kennzeichnen, kann dies auf Veränderungen oder Krankheiten hinweisen.

Entscheidend für eine Beurteilung der Samenflüssigkeit im Spermiogramm ist auch das Aussehen (bzw. die Morphologie) der Spermien. Normalerweise weisen sie eine regelmäßige, ovale Kopfform und ein intaktes Mittelstück und einen Schwanz auf. Ein krankhaftes Spermium kann vielfältige Formen wie einen zu großen oder zu kleinen, länglichen, keulen- oder tränenförmigen Kopf, einen Doppelkopf, Schäden am Mittelstück und am Schwanz oder einen doppelt angelegten Schwanz besitzen.

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Spermiogramm (Spermauntersuchung)

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