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Schmerzmittelpumpe

Stand: 23. Januar 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Den Schmerz selbst steuern

Schmerzmittelpumpen sind medizinische Hilfsmittel in der Schmerztherapie. Es handelt sich um technische Geräte, die Schmerzmittel an den Körper abgeben, zum Beispiel ins Blut oder ins Gewebe.

Schmerzmittelpumpen sind eine Form von Medikamentenpumpen. Medikamentenpumpen leiten Arzneimittel direkt ins Blut oder Gewebe des Patienten Das Medikament gelangt über einen Katheter-Schlauch in die Vene (Infusion). Bei Schmerzmittelpumpen handelt es sich bei den verabreichten Wirkstoffen um Schmerzmittel (Analgetika). In manchen Fällen ist es sinnvoll, dass der Wirkstoff direkt am Nervengewebe abgegeben wird. Der Katheter endet dann nicht in einem Blutgefäß, sondern zum Beispiel im Gewebe, das die Rückenmarksnerven in der Wirbelsäule umgibt (sog. Epiduralanästhesie).

Je nachdem, an welcher Erkrankung und an welcher Schmerzform ein Patient leidet, kann er über eine Schmerzmittelpumpe ein passendes Schmerzmittel beziehungsweise eine geeignete Kombination aus verschiedenen Schmerzmitteln erhalten. Neben der Auswahl des Schmerzmedikaments muss der Arzt aber auch entscheiden, wie hoch das Medikament dosiert sein muss. Er programmiert dazu die benötigte Dosierung ein, sodass die Schmerzmittelpumpe exakt die gewünschte Menge abgibt.

Bei Schmerzmittelpumpen hat der Pumpenträger oftmals die Möglichkeit, das Gerät zu steuern und seine Wirkstoffdosis in begrenztem Maße selbst zu bestimmen. Dieses Prinzip nennt sich PCA (patient-controlled analgesia) und bedeutet patientengesteuerte Schmerzbekämpfung. Bei der PCA verabreicht sich der Patient mithilfe einer Schmerzmittelpumpe das benötigte Schmerzmittel also teilweise selbst: Immer wenn der Patient Schmerzen verspürt, verabreicht er sich per Knopfdruck eine festgelegte Menge (Bolus) des Medikaments. Zusätzlich läuft die vom Arzt programmierte, kontinuierliche Menge des Schmerzmittels ein (Basis).

Mit der Schmerzmittelpumpe kann sich der Patient sofort Erleichterung verschaffen, wenn er Schmerzen hat. Er ist eigenständiger und nicht auf die Schmerzmittelgabe durch den Arzt angewiesen. Wichtig ist, dass er sich rechtzeitig Schmerzmittel verabreicht und die Schmerzen nicht aushält. Eine PCA eignet sich zum Beispiel für Patienten mit chronischen und akuten Schmerzen, nach Operationen und bei Tumorschmerzen.

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