Sie befinden sich hier:

Startseite > Arztbesuch > Untersuchungen & Behandlungen > Röntgenuntersuchung > Röntgendurchleuchtungsanlage

Röntgenuntersuchung

Röntgendurchleuchtungsanlage

Stand: 26. Februar 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Röntgendurchleuchtungsanlage mit Untertischröhre
Röntgendurchleuchtungsanlage

Bei einer Röntgendurchleuchtung strahlt die Röhre nicht wie bei der Erstellung einer Röntgenaufnahme nur sehr kurz (im Millisekundenbereich), sondern kontinuierlich und das theoretisch stundenlang – mit erheblich geringerer Leistung als bei der Röntgenaufnahme. Auf diese Weise lassen sich nicht nur stehende Bilder erstellen: Auf einem oder mehreren Monitoren können die Untersucher ganze Bewegungsabläufe darstellen und beobachten.

Bei einer Durchleuchtungsanlage trifft die den Patienten verlassende Röntgenstrahlung nicht auf einen Röntgenfilm beziehungsweise auf eine Speicherfolie, sondern auf einen Röntgenbildverstärker (BV). Dieses elektronische Gerät "wandelt" die Röntgenstrahlung in ein verstärktes sichtbares, aber stark verkleinertes Bild auf seinem Ausgangsschirm um. Das Bild des BV filmt dann eine Fernsehkamera ab. Das bewegte Bild lässt sich dann auf dem Monitor wie auf einem "normalen" Fernsehbildschirm betrachten. Es gibt Anlagen, bei denen sich der Röntgenstrahler unterhalb des Tisches befindet. Derartige Anlagen heißen Untertischgeräte. Dann befinden sich der BV und die TV-Kamera oberhalb des Tischs. Zur Erstellung von stehenden Röntgenbildern während der Durchleuchtung dient das in der Abbildung ersichtliche "Zielgerät".

In diesem Zielgerät befinden sich für die Erstellung von Röntgenaufnahmen die Messkammer für die Strahlenmessung, das Streustrahlenraster sowie die Filmkassette. Zur Erstellung einer Aufnahme wird die Filmkassette per Knopfdruck in den Strahlengang gebracht, belichtet und wieder herausgeführt. Für diesen kurzen Moment ist die Durchleuchtung dann unterbrochen. Bei den Untertischröhren ist der Röhren-Patienten-Abstand limitiert, aber der Strahlenschutz, vor allem für das Personal, optimiert. Aus diesem Grund kann sich der Arzt, falls erforderlich, bei der Untersuchung in der Nähe des Untersuchten aufhalten.

Bei Übertischröhren lässt sich der Patienten-Röhren-Abstand in einem größeren Rahmen variieren, aber die dabei entstehende Streustrahlung ist nicht zu vermeiden. Daher sind derartige Anlagen Fernbedienungsanlagen und der Untersuchende sollte sich wegen der Strahlenbelastung möglichst nicht in Patientennähe aufhalten. Übertischgeräte lassen sich universeller einsetzen (z.B. für die sog. Schichtaufnahmen). Alle modernen Durchleuchtungsanlagen sind für eine digitale Bildverarbeitung ausgelegt.

Bei der digitalen Bildverarbeitung wird das Bild an der TV-Kamera abgegriffen und digital verarbeitet. Das digitalisierte Bild ermöglicht eine Nachbearbeitung nach den Wünschen des Untersuchers: So lässt sich zum Beispiel der Schwarz-Weiß-Kontrast verändern. Bestimmte Kontraste lassen sich dadurch erheblich besser darstellen. Eine der Anwendungen ist die Digitale Subtraktions-Angiographie, eine Darstellung von Blutgefäßen (zum Beispiel zum Auffinden von Gefäßverschlüssen). Auch die normalen Durchleuchtungsbilder werden digitalisiert und verarbeitet, bevor sie auf dem Monitor erscheinen.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Röntgenuntersuchung

Das könnte Sie auch interessieren

Untersuchung & Behandlung

Untersuchung & Behandlung

Von A wie Augenlaser-Operation bis Z wie Zahnimplantat.Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Untersuchungen, Verfahren und Behandlungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.