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Pap-Test

Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Beim Pap-Test entnimmt der Frauenarzt (Gynäkologe) vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhals einen Gewebeabstrich und untersucht die Zellen auf Veränderungen. Durch diese Früherkennungs-Untersuchung erkennt der Gynäkologe Zellen, die sich möglicherweise zu Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) entwickeln können.

In Deutschland erkranken pro Jahr knapp 4.900 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Hauptursache dieser Erkrankung ist eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Darüber hinaus gibt es weitere Risikofaktoren für Gebärmutterhalskrebs, etwa Rauchen, viele Geburten, ein stark geschwächtes Immunsystem, regelmäßige Einnahme der Antibabypille und Infektionen im Genitalbereich, zum Beispiel mit Herpesviren oder Chlamydien.

Der Begriff "Pap-Test" leitet sich von dem griechischen Arzt George Papanicolaou (1883-1962) ab, der dieses Verfahren zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung entwickelt hat. Mit dem Pap-Test kann der Frauenarzt veränderte Zellen am Muttermund sowie am Gebärmutterhals erkennen. Daher ist der Pap-Test häufig auch unter dem Namen "Krebsabstrich" bekannt. Dieser Begriff ist jedoch nicht richtig, da veränderte Zellen in einem Pap-Test nicht automatisch auf eine Krebserkrankung hinweisen. Viele auffällige Befunde sind harmlos und heilen ohne Behandlung aus.

Für den Pap-Test entnimmt der Frauenarzt mit einem Watteträger, einem kleinen Spatel oder einer Spezialbürste einen Abstrich von der Schleimhaut des Muttermunds und des Gebärmutterhalses. Anschließend überträgt er die Zellen auf einen Objektträger und färbt sie mit einer Spezialfärbemethode (Papanicolaou-Färbung) ein. Die gefärbten Zellen werden dann in einem Speziallabor mikroskopisch auf Veränderungen hin untersucht.

Der Pap-Test gehört zu den Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen. Frauen ab einem Alter von 20 Jahren haben einmal im Jahr Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung. In der Regel führt der Frauenarzt den Pap-Test während der jährlichen gynäkologischen Krebsvorsorge durch.

Ein weiteres Verfahren, das der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs dient, ist die sogenannte Dünnschichtzytologie. Dabei wird der entnommene Abstrich im Labor von Schleim, Blut und Fremdkörpern gereinigt, sodass der Arzt die eigentlichen Zellen des Gebärmutterhalses unter dem Mikroskop besser erkennen und somit beurteilen kann. In einigen Ländern Europas sowie in den USA ist die Dünnschichtzytologie bereits Standard in der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. In Deutschland gehört diese Untersuchungsmethode jedoch noch zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), das bedeutet, die Kosten dafür müssen die Frauen selbst tragen.

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