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Pap-Test

Stadien Pap I bis Pap IV

Stand: 20. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion

Die Ergebnisse des Pap-Tests lassen sich in verschiedene Stadien von Pap I bis Pap V einteilen ("Pap-Skala" oder "Klassifikation nach Papanicolaou"). Je nachdem, welches Stadium der Arzt entdeckt, sind weitere diagnostische und therapeutische Maßnahmen erforderlich:

Pap-Gruppe Zellbild Bewertung und empfohlene Maßnahme
Pap I Normales Zellbild Befund negativ, es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich
Pap II Normales Zellbild mit leichten Veränderungen und Anzeichen einer Entzündung Befund negativ, eventuell Kontrolle nach Abklingen der Entzündung
Pap III Unklares Zellbild, liegt zum Beispiel vor bei bestimmten Erkrankungen oder bei deutlich veränderten Zellen, die möglicherweise von einer starken Entzündung oder einem Tumor stammen Befund unklar, zur Sicherheit entnimmt der Arzt einen Kontrollabstrich oder führt bei weiterhin unklarem Befund weitere Abstriche oder eine Scheidenspiegelung (Kolposkopie) durch. Auch ein HPV-Test kann bei Pap III sinnvoll sein.
Pap III D Leichte bis mittelschwere Zellveränderungen Zur Kontrolle entnimmt der Arzt nach drei Monaten erneut einen Abstrich und führt beim unveränderten Ergebnis Pap III D entweder einen erneuten Abstrich oder gegebenenfalls eine Scheidenspiegelung durch. Eventuell entnimmt er eine Gewebeprobe ( Biopsie). Unter Umständen folgen bei Pap IIID weitere diagnostische und – je nach Diagnose – therapeutische Maßnahmen
Pap IV a Schwere Zellveränderungen, Krebsvorstufe (Carcinoma in situ). Befund positiv; es folgt zunächst eine Gewebeentnahme ( Biopsie). Anschließend untersucht der Arzt das veränderte Gewebe mikroskopisch.
Pap IV b Schwere Zellveränderungen, entweder ein sogenanntes Carcinoma in situ – also eine Krebsvorstufe – oder bereits Gebärmutterhalskrebs. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass möglicherweise bereits Krebszellen in tiefere Gewebsschichten eindringen (invasives Wachstum). Befund positiv; es folgt zunächst eine Gewebeentnahme ( Biopsie). Anschließend untersucht der Arzt das veränderte Gewebe mikroskopisch und leitet ggf. eine entsprechende Behandlung ein.
Pap V Zellen eines bösartigen Gebärmutterhalskrebses Befund positiv, sofortige Gewebeprobenentnahme, bei eindeutigem Befund entsprechende therapeutische Maßnahmen
Pap 0 Technisch unbrauchbares Präparat Sofortige Wiederholung

Zellveränderungen des Gebärmutterhalses, in der Fachsprache Dysplasien genannt, gehen mit einem erhöhten Krebsrisiko einher. Sie lassen sich je nach Schweregrad in sogenannte CIN-Gruppen einteilen. CIN bedeutet "zervikale intraepitheliale Neoplasie" und stellt eine Vorstufe des Gebärmutterhalskrebses dar. Dabei entsprechen die Gruppen CIN I und II der Pap-Gruppe IIID: leichte bis mittelschwere Zellveränderungen, die der Frauenarzt in regelmäßigen Abständen kontrollieren sollte. CIN III ist die höchste Stufe und lässt sich den Pap-Gruppen IVa und IVb zuordnen: schwerwiegende Zellveränderungen, entweder als Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs oder bereits als sichtbarer Tumor.

Wie auch bei Gebärmutterhalskrebs, gelten bei CIN humane Papillomaviren als Ursache der Zellveränderungen. Während die CIN-Stufen I und II vorwiegend im dritten Lebensjahrzehnt auftreten, häuft sich CIN III meist zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr. Etwa die Hälfte aller CIN I-Stufen bildet sich spontan zurück. Aufgrund der engmaschigen Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung ist die Prognose bei CIN allgemein recht gut, sofern die Zellveränderungen rechtzeitig, das heißt in einem frühen Stadium, erkannt werden.

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