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Stand: 10. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Osteotomie ist ein operatives Verfahren, um Fehlstellungen von Knochen zu korrigieren – so zum Beispiel Bein-, Fuß-, Zahn- und Kieferfehlstellungen.
Wozu eine Osteotomie dient, wird schon anhand des Begriffs deutlich: Der Begriff Osteotomie setzt sich zusammen aus -osteo für "Knochen" und -tom für "Schnitt", "Abschnitt". Bei der Osteotomie durchtrennt der Chirurg ganz gezielt Knochen, um diese anschließend in neuer Stellung wieder anzusetzen und zu fixieren. Durch diesen chirurgischen Eingriff können Fehlstellungen unterschiedlicher Art wieder ausgeglichen werden.
Fehlstellungen können entweder angeboren oder erworben sein. Wenn eine Achsenkorrektur von Röhrenknochen vorgenommen werden muss – zum Beispiel, weil die Beine einer Person unterschiedlich lang sind –, bezeichnet man dies auch als Umstellungsosteotomie oder Korrekturosteotomie. Dabei entnimmt der Chirurg entweder Knochenkeile (zuklappende oder subtraktive Osteotomie) oder aber er spreizt den Knochen auf (aufklappende oder additive Osteotomie).
Aber nicht nur bei Fehlstellungen wie O-Beinen, X-Beinen oder Deformitäten der Hände kann die Osteotomie zum Einsatz kommen. Auch bei Fehlbissen, zur chirurgischen Zahnentfernung oder zur Implantation von Prothesen kann eine Osteotomie nötig sein. Die Anwendungsgebiete einer Osteotomie sind entsprechend vielfältig – ebenso zahlreich sind auch die unterschiedlichen Osteotomie-Methoden, die dem Chirurgen zur Verfügung stehen.
Nach dem Eingriff fixiert der Chirurg den korrigierten Knochenabschnitt mit unterschiedlichen Materialien, so zum Beispiel mit Drähten, Nägeln, Platten, Schrauben oder Klammern.
Nur in seltenen Fällen wird eine Osteotomie auch bei rheumatischen Erkrankungen angewandt, da hier die Gefahr zu groß ist, die bereits angegriffenen Gelenke weiter zu schädigen. Zu den möglichen Komplikationen einer Osteotomie gehören beispielsweise Unterschiede in den Beinlängen, aber auch Druckschmerzen, die durch die fixierten Abschnitte entstehen.
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