Sie befinden sich hier:

Startseite > Arztbesuch > Untersuchungen & Behandlungen > Olfaktometrie (Riechtest)

Olfaktometrie (Riechtest)

Stand: 23. November 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Der Geruchssinn des Menschen zählt zwar nicht zu den besten, dennoch können wir normalerweise bis zu mehrere Tausend Gerüche unterscheiden. Der Geruchssinn kann aber auch gestört sein oder die Geruchswahrnehmung ganz verloren gehen. Ob das Geruchsvermögen eingeschränkt ist, kann man mithilfe der Olfaktometrie (Riechtest) prüfen.

Der Mensch riecht etwas, wenn Geruchsstoffe bestimmte Nervenzellen in der Nase aktivieren, die dann die Informationen über den Riechnerv (Nervus olfactorius) an das Gehirn weiterleiten. Ab dem 40. Lebensjahr verschlechtert sich bei vielen Menschen der Geruchssinn. Die Wahrnehmung eines Geruchs sowie seine Zuordnung im Gehirn funktionieren dann nicht mehr. Die genauen Ursachen hierfür sind noch ungeklärt – vermutlich spielt der altersbedingte Verschleiß der Geruchszellen eine Rolle. Daneben können auch altersunabhängige Erkrankungen mit Riechstörungen oder Geruchsverlust einhergehen. In diesen Fällen bietet sich die Olfaktometrie als eine Diagnosemaßnahme an. Der Riechtest ermöglicht es, das Riechvermögen quantitativ und qualitativ zu bestimmen:

  • Ein quantitativer Riechtest kann folgende Ergebnisse zeigen:
    • Normosmie: Die Geruchswahrnehmung ist normal.
    • Hyposmie: Die Empfindlichkeit des Geruchssinns ist vermindert.
    • Anosmie: Es ist gar kein Geruchssinn vorhanden. Betrifft dieser Riechverlust nur einen bestimmten Duftstoff oder eine Duftstoffgruppe, bezeichnet man dies als teilweise (partielle) Anosmie.
  • Die qualitative Olfaktometrie kann Folgendes ergeben:
    • Parosmie: Es liegt eine Sinnestäuschung vor, bei der die Betroffenen einen vorhandenen Geruchsstoff anders – oft als unangenehm – wahrnehmen. Eine solche Riechstörung kann beispielsweise bei einem Hirntumor, als Aura vor einem epileptischen Anfall oder in der Schwangerschaft auftreten.
    • Phantosmie: Es findet eine Geruchswahrnehmung statt, obwohl die entsprechenden Duftstoffe nicht vorhanden sind.
    • Pseudosmie: Die Betroffenen deuten einen Geruchseindruck einfallsreich um.
    • Olfaktorische Intoleranz: Der Geruchssinn funktioniert normal, doch die Betroffenen reagieren auf bestimmte Duftstoffe mit überhöhter Empfindlichkeit.

Ergibt die Olfaktometrie einen gestörten oder fehlenden Geruchssinn, ist dies zwar nicht lebensbedrohlich, aber auch keineswegs ungefährlich. Schließlich fehlt ein wichtiges Alarmsystem, denn der Geruchssinn kann auf Gefahren wie Brände oder giftige Dämpfe aufmerksam machen. Ohne ihn würden wir auch nicht vor verdorbenen Lebensmitteln gewarnt. Langfristig kann der Geruchsverlust zu Appetitlosigkeit oder sogar zu Depressionen führen.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Olfaktometrie (Riechtest)

Das könnte Sie auch interessieren

Untersuchung & Behandlung

Untersuchung & Behandlung

Von A wie Augenlaser-Operation bis Z wie Zahnimplantat.Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Untersuchungen, Verfahren und Behandlungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.