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Narkose & örtliche Betäubung

Porträt Dr. Frank Völkert Forenexperte: Dr. Frank Völkert Forum Narkose & örtliche Betäubung
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Narkose

Regionalanästhesie

Stand: 11. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Bei örtlicher Betäubung (Regionalanästhesie und Lokalanästhesie) wird die Schmerzempfindung in bestimmten Körperregionen ausgeschaltet, ohne dass der Behandelte sein Bewusstsein verliert. Hierzu spritzt der Narkosearzt ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in die Nähe eines Nervs, eines Nervengeflechts oder einer Nervenwurzel.

In der Fachsprache heißen diese Verfahren:

Bei der Oberflächenanästhesie von Schleimhäuten verwendet der Arzt ein örtliches Betäubungsmittel in Form eines Sprays.

Für die Regionalanästhesie stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, die sich in der Entfernung zum Rückenmark und in der Größe des betäubten Gebiets unterscheiden:

  • rückenmarksnahe ("zentrale") Schmerzausschaltung, d.h. im Bereich der Nervenwurzeln (Spinalganglien):
    • Spinalanästhesie
    • Periduralanästhesie (PDA), Synonym: Epiduralanästhesie
    • Kaudalanästhesie (spezielle Form der Periduralanästhesie)
  • Ausschaltung rückenmarksferner ("peripherer") Nervengeflechte oder einzelner Nerven:
    • Plexusanästhesie (Nervengeflechte)
    • Leitungsanästhesie (einzelne Nerven)
  • an Nervenendigungen (z.B. an Fingern oder Zehen):
    • kleinflächige Betäubung eines Hautareals: Infiltrationsanästhesie
    • Betäubung von Oberflächen, wie z.B. der Mundschleimhaut: Oberflächenanästhesie
  • intravenöse Regionalanästhesie (IVRA): spezielle Form, bei der das zu operierende Bein oder der Arm durch Hochhalten und Auswickeln blutleer gemacht wird und mit einer Druckmanschette die weitere Blutzufuhr unterbrochen wird. Der Narkosearzt spritzt danach das Betäubungsmittel in eine Vene des Beins oder Arms.

Wenn der Patient während der örtlichen Betäubung schlafen möchte, erhält er zusätzlich ein leichtes Beruhigungs- oder Schlafmittel.

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