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Forenexperte: Dr. Frank Völkert
Forum Narkose & örtliche Betäubung
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Stand: 11. Juni 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Welche Art der Narkose der Arzt wählt, hängt von vielen Aspekten ab: Um was für einen Eingriff handelt es sich? Welches Vorgehen bevorzugt der Patient? Wie gesund ist der Patient? Bestehen Allergien oder andere Umstände, die gegen ein bestimmtes Narkoseverfahren sprechen?
Vor jedem medizinischen Eingriff, bei dem eine Betäubung nötig ist, untersucht ein Narkosearzt den Betroffenen und befragt ihn nach seiner Krankengschichte, möglichen vorangegangenen Operationen und Narkosen und seinem Wunsch für ein bestimmtes Verfahren. Anhand der Ergebnisse legt der Anästhesist die Narkoseart und die Medikamente fest. Außerdem kann er mögliche Gefährdungen rechtzeitig erkennen und Komplikationen vermeiden.
Der Narkosearzt wählt zwischen Methoden der Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) und örtlichen Betäubungsarten (Regionalanästhesie, Lokalanästhesie). Für manche Operationen (z.B. Entfernung des Magen s ) eignet sich nur eine Vollnarkose oder eine Kombination aus Vollnarkose und Regionalanästhesie.
Es gibt drei Arten der Vollnarkose:
Bei einer reinen Inhalationsnarkose leitet der Arzt Narkosegase (Inhalationsanästhetika) in die Lunge. Zu Beginn führt er die Gase über eine Gesichtsmaske zu. Sobald der Patient schläft, hat der Arzt zwei Möglichkeiten, die Narkose fortzusetzen: Er kann die Narkosegase über einen Tubus (Beatmungsschlauch), der über Mund oder Nase in die Luftröhre eingeführt wird, oder über eine Kehlkopf- oder Gesichtsmaske verabreichen.
Bei einer rein intravenösen Anästhesie (TIVA) spritzt der Arzt flüssige Narkosemittel direkt in eine Vene, meist an der Hand oder am Arm. Im Falle einer balancierten Narkose kombiniert der Anästhesist Narkosegase und intravenöse Medikamente. Die balancierte Narkose stellt zusammen mit der TIVA heutzutage die häufigste Form der Vollnarkose dar.
Während des Eingriffs überwacht der Narkosearzt fortwährend die zur Lebenserhaltung wichtigen Funktionen, die sogenannten Vitalfunktionen:
Mit einem Messgerät, das meist an einem Finger des Patienten klemmt, kontrolliert er außerdem den Sauerstoffgehalt des Blutes. Bei Bedarf verändert der Arzt im Verlauf des Eingriffs Art und Dosierung der Medikamente. Am Ende der Operation drosselt er die Zufuhr der Narkosemittel, um die operierte Person kontrolliert aufwachen zu lassen. Die durch den Eingriff entstandenen Schmerzen werden dabei weiterhin gelindert.
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