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MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie)

Stand: 11. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die MRT (Magnetresonanztomographie), auch als Kernspintomographie bezeichnet, gehört zu den bildgebenden Verfahren. Der Begriff Tomographie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Schnittbild. Die Untersuchung wird durch einen Computer gestützt und liefert ohne die Anwendung von Röntgenstrahlung (ionisierender Strahlung) eine detaillierte Darstellung von Organen und Geweben im Körperinneren. Mit einer MRT kann der ganze Körper durchleuchtet werden, aber auch einzelne Körperbereiche wie der Kopf oder das Knie lassen sich mittels der Schnittbilder darstellen.

MRT-Aufnahme des Kniegelenks von der Seite
MRT-Aufnahme eines Kniegelenks von der Seite.

Die MRT bedient sich der Tatsache, dass sich kleinste Bausteine des Körpers (Wasserstoffatome) durch Magnetfelder und Radiowellen beeinflussen lassen. Dabei wird die Energie gemessen, die die Wasserstoffatome durch ein von außen angelegtes starkes Magnetfeld in Form von elektromagnetischen Wellen abgeben. Das Magnetfeld wird von einem starken Magneten erzeugt, der sich im Inneren des Magnetresonanztomographen befindet. Der Magnet umschließt eine Röhre, in die der Untersuchte auf einer Liege hineingeschoben wird.

Wie lange sich die Wasserstoffatome im Körper von Magnetfeld und Radiowellen ablenken lassen, hängt von der Gewebeart ab, die sie umgeben. Das können zum Beispiel Fettgewebe oder Körperflüssigkeiten sein. Wenn die kleinsten Bausteine in ihren ursprünglichen Zustand zurückfallen, geben sie messbare Energie ab. In den unterschiedlichen Körperschichten ergeben sich unterschiedliche Messdaten, je nachdem wie viel Energie die Atome abgeben und wie lange sie sich durch das Magnetfeld beeinflussen lassen. Anhand dieser Daten kann der Computer die verschiedenen Gewebeschichten des Körperinneren in Schnittbildern abbilden. Neben den Gewebeschichten sind auf den Bildern auch krankhafte Veränderungen sichtbar.

Die unterschiedlichen Körperschichten lassen sich im MRT gut unterscheiden, da sich je nach Gewebeart unterschiedlich viel Wasserstoff darin befindet. Besonders gut sind Weichteile wie zum Beispiel das Gehirn oder die inneren Organe auf den MRT-Bildern zu erkennen: Sie enthalten viel Wasserstoff und können deshalb gut abgebildet werden. Auch Tumoren und Entzündungen lassen sich in den meisten Fällen gut darstellen, da sich ihr Wasserstoffgehalt von dem von gesundem Gewebe unterscheidet. Knochen hingegen sind auf den Bildern nicht gut sichtbar, da sie wenig Wasserstoff enthalten. Je nach Wasserstoffgehalt erscheinen Gewebe heller oder dunkler auf den Bildern.

Um ähnliche Gewebe besser voneinander unterscheiden zu können, bekommt der Patient vor der Untersuchung ein sogenanntes Kontrastmittel gespritzt. Dieses gelangt über das Blut in den ganzen Körper. In den Schnittbildern ist es aufgrund seiner helleren Farbe gut zu erkennen, sodass es möglich ist, Blutgefäße vom umliegenden Gewebe abzugrenzen. Da sich das Kontrastmittel oft in Tumoren vermehrt sammelt, kann man auch diese auf den Aufnahmen erkennen.

Das erste brauchbare Bild des menschlichen Organismus wurde im Jahr 1977 erstellt. Seit Anfang der 1980er Jahre wird die MRT in der medizinischen Diagnostik verwendet. Die Magnetresonanztomographie gehört in Deutschland und in den meisten Industrienationen mittlerweile zu den routinemäßig verwendeten Diagnoseverfahren. Generell ist die MRT aufgrund der hohen Kontraste von Weichteilen besonders für den Nachweis tumoröser, entzündlicher und traumatischer Erkrankungen geeignet.

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MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie)

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