MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie)

Risiken und Komplikationen

Stand: 11. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Nach aktuellen Erkenntnissen sind bei der MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie) keinerlei länger anhaltende Risiken und Nebenwirkungen zu erwarten. Im Gegensatz zur Computertomographie entstehen bei der MRT keine Röntgenstrahlen (ionisierende Strahlen).

Während der Untersuchung mit höheren Magnetfeldern wurde allerdings über Lichterscheinungen im Auge, sogenannte Phosphenen, berichtet. Diese verschwanden jedoch umgehend nach Beendigung der MRT und traten danach nicht wieder auf. Gefahren können jedoch durch Metalle wie Münzen, Schlüssel, Haarspangen und andere am oder im Körper oder in der Nähe des Magnetresonanztomographen entstehen. Durch das starke Magnetfeld werden diese Dinge in das MRT hineingezogen. Sie können so den Patienten verletzen (Geschosswirkung) und das Gerät beschädigen.

Das Magnetfeld des MRT ist grundsätzlich immer in Betrieb und daher potenziell immer gefährlich. Dies gilt auch für den Fall, dass sich das Untersuchungsgerät in Wartestellung befindet oder die Untersuchungskonsolen abgeschaltet sind.

Bei Schwangeren gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass bei Untersuchungen mit dem MRT irgendwelche schädigende Folgen für das Ungeborene zu erwarten sind. Um sicher zu gehen, sollten Untersuchungen bei Schwangeren jedoch nur in dringenden Fällen durchgeführt werden. Stillende Frauen sollten nach der Einnahme des Kontrastmittels etwa 24 Stunden mit dem Stillen aussetzen, da ein Übertritt in die Muttermilch möglich ist.

Nebenwirkungen Kontrastmittel

Einige Gewebe wie zum Beispiel Muskeln und Blutgefäße erscheinen in den Schnittbildern in ähnlichen Grautönen und sind deshalb schwer zu unterscheiden. Mithilfe eines Kontrastmittels lassen sich Blutgefäße besser darstellen. Kontrastmittel wird in die Armvene gespritzt und verteilt sich über die Blutbahn im ganzen Körper. Auch in Tumoren und Metastasen sammelt es sich stärker an, sodass diese gut sichtbar werden. Ein häufig verwendetes Kontrastmittel ist Gadolinium-GTPA.

Gadolinium ist ein Metall, das in seiner reinen Form giftig ist. In Verbindung mit der Säure DTPA kann es jedoch für die MRT verwendet werden. In der Regel ist das Kontrastmittel gut zu vertragen und es treten selten Nebenwirkungen auf. Hin und wieder kommt es nach Verabreichung von Kontrastmittel zu Wärme- oder Kältegefühl, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Kribbeln oder Hautreizungen. Allergische Reaktionen kommen selten vor.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

MRT (Magnetresonanztomographie, Kernspintomographie)

Das könnte Sie auch interessieren

Untersuchung & Behandlung

Untersuchung & Behandlung

Von A wie Augenlaser-Operation bis Z wie Zahnimplantat.Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Untersuchungen, Verfahren und Behandlungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.