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Risiken und Komplikationen

(Stand: 21. Mai 2010)

Eine korrekt durchgeführte Augenlaserbehandlung durch photorefraktive Keratektomie, LASIK, Femto-LASIK, Epi-LASIK oder LASEK ist nur in geringem Maß mit Risiken und Komplikationen verbunden: Das Risiko schwerwiegender Komplikationen beträgt weniger als ein Prozent. Wichtig ist, dass vor dem Eingriff eine gründliche Untersuchung und seriöse Beratung erfolgen, um festzustellen, ob eine Laserbehandlung der Augen überhaupt infrage kommt und welche Methode am besten geeignet ist.

Ein grundsätzliches Risiko einer Augenlaserbehandlung besteht darin, dass durch die Veränderung der Brechkraft der Hornhaut mit dem Laser eine Über- oder Unterkorrektur der Fehlsichtigkeit erfolgen kann. Dies macht gegebenenfalls eine zweite Operation oder Sehhilfen erforderlich. Außerdem kann es nach einer Augenlaseroperation bei Dämmerung oder Dunkelheit zu vermehrter Blendung und zur Wahrnehmung von Lichthöfen (sog. Halos) und Doppelkonturen kommen. Dies ist besonders bei nächtlichem Autofahren störend und kann im schlimmsten Fall zu Nachtfahruntauglichkeit führen.

Die Hornhaut des operierten Auges ist nach einer Augenlaserbehandlung noch sehr empfindlich. Sie kann gereizt sein und sich entzünden. Das Auge ist dann gerötet, schmerzhaft und geschwollen. Mit Augensalben und Augentropfen verschwinden die Beschwerden aber meist innerhalb weniger Tage. Selten treten stärkere Heilungsstörungen und -verzögerungen auf.

In wenigen Fällen (dies gilt v.a. für LASIK-Operationen) kann sich in den ersten Tagen nach einer Augenlaserbehandlung das Hornhautdeckelchen verschieben – zum Beispiel durch Reiben des Auges. Eine solche Verschiebung macht eine erneute Operation erforderlich. Ebenfalls selten wachsen nach LASIK-Operationen Zellen der obersten Hornhautschicht (Epithel) unter das Hornhautdeckelchen ein. Möglicherweise ist es notwendig, diese eingewachsenen Zellen durch eine weitere Operation zu entfernen.

Bei einer Augenlaserbehandlung durch PRK, Epi-LASIK oder LASEK ist in den ersten Tagen nach der Augenoperation mit Schmerzen zu rechnen. Da sich unter der zum Schutz aufgelegten Kontaktlinse möglicherweise eine Infektion entwickeln kann, ist es wichtig, dass ein Arzt das operierte Auge täglich kontrolliert, bis die Kontaktlinse entfernt wird. Meist wird solch eine Kontaktlinse jedoch bereits nach einem Tag entfernt. Um Augenentzündungen nach Augenlaserbehandlungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, über drei bis sechs Monate kortisonhaltige Augentropfen zu verwenden.

In äußerst seltenen Fällen tritt nach einer Augenlaserbehandlung eine Schwächung der Hornhaut mit Vorwölbung und deutlicher Sehverschlechterung oder aber eine Infektion mit Narbenbildung auf, was sogar eine Hornhauttransplantation erforderlich machen kann.

Weiterlesen: Lasik: Nachsorge

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