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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Kinderwunsch
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Stand: 23. September 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Eine künstliche Befruchtung ist ein nicht unerheblicher Eingriff in den Körper der Frau, der je nach Ablauf mit verschiedenen Risiken und Komplikationen verbunden sein kann. Vor allem eine Hormonbehandlung kann zu unerwünschten Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen führen, die unangenehm bis lebensbedrohlich sein können. Ist es zur Vorbereitung der künstlichen Befruchtung nötig, die Eierstöcke mit Hormonen anzuregen, können durch diese Hormonstimulation Übelkeit, Unwohlsein, Atemnot und Schmerzen auftreten. In schweren Fällen sind Störungen der Blutgerinnung sowie Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) möglich. Selten kann es bei der Hormonbehandlung zu einer schweren Überstimulation der Eierstöcke kommen (sog. Überstimulationssyndrom, z.B. nach ICSI). Dabei vergrößern sich die Eierstöcke sehr stark und die Eibläschen bilden zu viele Hormone.
Wenn die künstliche Befruchtung eine Hormontherapie umfasst, um die Eierstöcke anzuregen, ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft (z.B. Zwillinge oder Drillinge) erhöht. Solche Mehrlingsschwangerschaften gehen grundsätzlich mit höheren Risiken einher als einfache Schwangerschaften. Daher ist im Fall einer Überstimulation von Geschlechtsverkehr abzuraten. Bei der IVF (In-vitro-Fertilisation) ist die Chance einer Mehrlingsschwangerschaft grundsätzlich erhöht, weil der Arzt meist mehrere (bis zu drei) Embryonen in die Gebärmutter einpflanzt, um den Erfolg der künstlichen Befruchtung sicherzustellen.
Allgemein ist das Risiko einer frühen Fehlgeburt oder einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (sog. extrauterine Schwangerschaft) durch künstliche Befruchtung im Vergleich zu einer natürlichen Zeugung leicht erhöht.
Bei einer Entnahme von Eizellen für deren künstliche Befruchtung außerhalb des Körpers kann es außerdem zu Komplikationen in Form von Infektionen der Eierstöcke und Eileiter kommen. Durch bei der Punktion kann der Arzt Organe wie Blase und Darm sowie Blutgefäße verletzen.
Auch bei Männern kann eine künstliche Befruchtung mit Komplikationen verbunden sein: Wenn die Entnahme der Samenzellen aus Hoden oder Nebenhoden durch eine Biopsie beziehungsweise Punktion erfolgt, kann der Arzt dabei zum Beispiel Blutgefäße verletzen.
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