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Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust
Forum Krebserkrankungen
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Stand: 25. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Eine spezielle Form der Strahlentherapie bei Krebs ist die Strahlentherapie von innen, die man als Brachytherapie bezeichnet. Bei einer Brachytherapie schleust der behandelnde Arzt über eine Hohlnadel winzige radioaktive Metallteilchen in das Tumorgewebe ein oder legt diese als Seeds bezeichneten Teilchen in einer Körperhöhle in der Nähe des Tumors ab. Die bei einer Brachytherapie verwendeten Seeds sind etwa ein Zentimeter lange, titanverkapselte Stäbchen, die als strahlende Elemente das radioaktive Jod-125 oder Palladium-103 enthalten. Die von den Metallteilchen ausgehende Strahlung hat eine Reichweite von wenigen Millimetern und ihre Halbwertszeit ist kurz. Die Metallteilchen können daher auch nach Ende der Brachytherapie im Körper verbleiben. In den ersten Tagen nach der Brachytherapie sollte der enge Kontakt zu Schwangeren und Kindern wegen einer möglicherweise vorhandenen Reststrahlung vermieden werden.
Das Afterloading, was übersetzt so viel bedeutet wie "Nachladeverfahren" verwendet eine höhere Strahlung zur Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen, wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs oder Enddarmkrebs. Die Strahlungsquellen bleiben beim Afterloading deswegen nur wenige Stunden im Körper. Die eigentliche Strahlungsquelle bringt der behandelnde Arzt beim Afterloading über eine Sonde in das Tumorgewebe ein und entfernt sie nach dem Ende der Behandlung auch wieder.
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