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Krebstherapie

Immuntherapie bei Krebs

Stand: 25. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Der Begriff Immuntherapie umfasst verschiedene Behandlungsansätze bei Krebs beziehungsweise bei bestimmten Krebsformen. Im Zusammenhang mit dem Begriff Immuntherapie bei Krebs versteht man zum einen die vorbeugende Verabreichung von echten Impfungen gegen Infektionen, die eine Krebserkrankung auslösen können. Zu ihnen zählen die HPV-Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs oder die Impfung gegen Hepatitis B zur Vorbeugung einer chronischen Leberentzündung, aus der sich im weiteren Verlauf Leberkrebs entwickeln kann. Zum anderen versteht man unter einer Immuntherapie bei Krebs vor allem den Einsatz von spezifischen Antikörpern. Sie lagern sich im Zuge einer Immuntherapie gegen Krebs ganz gezielt an Oberflächenstrukturen von Krebszellen an und machen sie dadurch für das Immunsystem erkennbar und angreifbar. Zur Immuntherapie gegen Krebs zählt auch der gezielte Einsatz körpereigener Signalmoleküle wie Interferon alfa oder Interleukin 2, die die immuntherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten komplettieren. Diese Signalstoffe mobilisieren das Immunsystem gegen bestimmte Krebserkrankungen.

Hepatitis-B-Impfung beugt Leberkrebs vor

Seit mehr als 20 Jahren steht eine Hepatitis-B-Impfung gegen die Infektion durch das Hepatitis-B-Virus zur Verfügung. Die Infektion mit Hepatitis B kann zu einer chronischen Leberentzündung führen, die das Risiko von Leberkrebs deutlich erhöht. Seit 1995 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), die Hepatitis-B-Impfung als Standardimpfung für alle Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie Personen mit einem erhöhten Infektionsrisiko.

HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Die HPV-Impfung gegen eine Infektion durch das humane Papillomvirus (HPV) zählt seit März 2007 zu den standardmäßig empfohlenen Impfungen für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Die HPV-Impfung richtet sich gegen bestimmte Typen des Virus (HPV 16 und 18), die die Haut beziehungsweise Schleimhaut im Genitalbereich von Frauen infizieren und Genitalwarzen bilden. Entwickelt sich diese Infektion zu einer chronischen, meist unbemerkten Infektion, so können sich im Gebärmutterhals Gewebeveränderungen entwickeln, die zu Gebärmutterhalskrebs führen. Rund 70 Prozent aller Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs gehen auf eine Infektion mit HPV 16 und HPV 18 zurück.

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