Sie befinden sich hier:

Startseite > Arztbesuch > Untersuchungen & Behandlungen > Krebstherapie > Chemotherapie bei Krebs

Forum

Krebs- erkrankungen

Porträt Prof. Dr. Peter Wust Forenexperte: Prof. Dr. Peter Wust Forum Krebserkrankungen
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Krebstherapie

Zytostatika

Stand: 25. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Die Angriffspunkte von Zytostatika unterscheiden sich von Wirkstoff zu Wirkstoff: So ähneln einige Zytostatika in ihrer chemischen Struktur den Bausteinen der menschlichen Erbsubstanz (DNA). Sie integrieren sich so in die Erbsubstanz der Krebszelle, dass diese zerstört wird oder sie sich nicht mehr weiter teilen können. Eine andere Klasse von Zytostatika behindert den Aufbau und bestimmte Funktionen der Erbsubstanz DNA. Wieder andere Zytostatika blockieren die Produktion von Eiweißen innerhalb der Zelle. Diese Zytostatika sorgen dafür, dass der Krebszelle das Baumaterial für die im Stoffwechsel benötigten Enzyme ausgeht. Ohne einen funktionierenden Stoffwechsel stirbt die Tumorzelle ab.

Die zugrunde liegenden Mechanismen bei Zytostatika deuten es bereits an: Tumorzellen werden durch die Behandlung mit Zytostatika nicht einfach großflächig zerstört. Eine solch umfangreiche Gewebezerstörung (sog. Tumornekrose oder Tumorlyse) würde den Körper mit Zelltrümmern und Abbauprodukten geradezu überschwemmen, was Organe wie die Niere überlasten könnte. Die durch Zytostatika getöteten Tumorzellen werden durch einen kontrollierten Prozess erkannt und gezielt abgebaut. Diesen Vorgang bezeichnet man als Apoptose oder auch den programmierten Zelltod. Die Apoptose schädigt im Gegensatz zur Gewebezerstörung (Nekrose) nicht das Nachbargewebe, da sie keine Entzündungsprozesse im Gewebe verursacht.

Da Zytostatika vor allem, aber eben nicht nur Tumorgewebe angreifen, wird auch das gesunde Gewebe durch Zytostatika angegriffen und geschädigt. Zytostatika können grundsätzlich jedes Organ mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft ziehen. So können sie das Knochenmark derart schädigen, dass die Blutbildung gestört ist und es in der Folge zu einer Blutarmut (Anämie) kommt, die ihrerseits das Blutungsrisiko erhöht. Eine Behandlung mit Zytostatika schwächt zudem das Immunsystem und erhöht die Gefahr von Infektionen. Zytostatika haben darüber hinaus selbst eine gewisse krebsauslösende (kanzerogene) Wirkung. Bei einer Chemotherapie treten als Nebenwirkungen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und allgemeine Abgeschlagenheit sowie Haarausfall auf. Die im Zuge einer Chemotherapie auftretenden Nebenwirkungen lassen sich durch die Gabe anderer Medikamente häufig wirkungsvoll verringern (z.B. durch Mittel gegen Übelkeit, sog. Antiemetika).

Das könnte Sie auch interessieren

Untersuchung & Behandlung

Untersuchung & Behandlung

Von A wie Augenlaser-Operation bis Z wie Zahnimplantat.Hier erfahren Sie mehr über die wichtigsten Untersuchungen, Verfahren und Behandlungen. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

PartnerangeboteAnzeige

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.