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Weiche Kontaktlinsen

(Stand: 30. Dezember 2008)

Weiche Kontaktlinsen bestehen aus so genannten Hydrogelen. Sie sind flexibel und passen sich daher der Form der Hornhaut an. Ihr Durchmesser liegt zwischen zwölf und 16 Millimetern, womit sie größer sind als harte (formstabile) Linsen.

Man sieht eine Frau, die sich eine Kontaktlinse einsetzt.

Weiche Kontaktlinsen sitzen fast direkt auf der Augenoberfläche auf und haften daher besser als harte Linsen. Da das Material jedoch wie ein Schwamm Wasser aufsaugt, können sich leichter als bei harten Kontaktlinsen Schmutzpartikel und Schadstoffe einlagern, die ans Auge abgegeben werden. Die Folge können gerötete und gereizte Augen sowie Allergien sein. Wer dennoch auf weiche Kontaktlinsen zurückgreifen möchte, sollte daher darauf achten, so genannte Austauschsysteme wie zum Beispiel Einmallinsen zu verwenden. Langzeitlinsen sollten maximal zwei Jahre lang getragen werden.

Die Eingewöhnungszeit ist bei weichen Kontaktlinsen kürzer als bei harten Linsen. Außerdem vertragen viele Menschen weiche Linsen besser. Auch weiche Kontaktlinsen sind vor dem Schlafengehen herauszunehmen und in einer speziellen Reinigungsflüssigkeit bis zum erneuten Einsetzen aufzubewahren.

Austauschsysteme

Austauschsysteme oder Austauschlinsen sind weiche Kontaktlinsen, die je nach Herstellerangabe nach einer bestimmten Tragezeit gegen neue Linsen ausgetauscht werden. Es gibt viele verschiedene Austauschsysteme; beispielsweise sind Tageslinsen, Wochenlinsen oder Monatslinsen erhältlich. Austauschlinsen, die länger als einen Tag getragen werden, sind wie normale Kontaktlinsen zu reinigen und zu desinfizieren, haben aber den Vorteil, dass sie aufgrund der kürzeren Tragezeiten nicht so viele Ablagerungen aufnehmen können und daher weniger schädlich für das Auge sind.

Tageslinsen

Tageslinsen oder Einmallinsen sind eine Sonderform der Austauschlinsen. Sie sind so beschaffen sind, dass sie nur einmal verwendbar sind und danach entsorgt werden. Tageslinsen haben den Vorteil, dass sie nicht mit einem Pflegemittel gereinigt werden müssen. Daher sind sie besonders für Menschen ideal, die auf solche Pflegemittel allergisch reagieren. Außerdem können sich keine Schadstoffe einlagern, sodass die Augen einem geringeren Risiko für Reizungen ausgesetzt sind als bei Langzeitlinsen.

Farbige Kontaktlinsen (Printlinsen)

Farbige oder bemalte Kontaktlinsen werden auch als Printlinsen bezeichnet. Sie besitzen eine bemalte oder bedruckte Vorderfläche mit zentraler Pupille und dienen überwiegend kosmetischen Zwecken. Printlinsen sind jedoch auch aus medizinischen Gründen, zum Beispiel als Blendschutz bei nicht vorhandener oder nicht pigmentierter Regenbogenhaut (wie beim Albinismus), einsetzbar. Ihre optischen Funktionen sind schlechter als die der konventionellen Linsen.

VT-Linsen

So genannte VT-Linsen (Kontaktlinsen für verlängertes Tragen) sind Kontaktlinsen, die über längere Zeit (bis zu einen Monat) im Auge bleiben. Diese Linsen verursachen jedoch vermehrt Komplikationen und sind nur in Ausnahmefällen zu empfehlen, etwa wenn die Kontaktlinsenträger die Linse nicht selbst handhaben können und (beispielsweise bei Behinderten) die Handhabung von dritten Personen durchgeführt wird.

Weiterlesen: Kontaktlinsen: Kontaktlinsen im Vergleich zur Brille

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