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Forenexpertin: Dr. Anja Liekfeld
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KontaktlinsenHarte KontaktlinsenStand: 30. Dezember 2008Autor: Onmeda-Redaktion Die ersten harten Kontaktlinsen bestanden aus Polymethylmethacrylat (PMMA), einem Kunststoff, der in seiner Zusammensetzung Plexiglas gleicht. Moderne harte Linsen sind aus einem Kunststoff gefertigt, der leicht flexibel ist. Daher werden sie heutzutage auch als formstabile Kontaktlinsen bezeichnet. Formstabile Kontaktlinsen sind sehr leicht und hoch sauerstoffdurchlässig und daher besonders gut verträglich. Der Durchmesser der Kontaktlinsen liegt bei etwa acht bis zehn Millimetern. Harte Kontaktlinsen sind teils viele Jahre haltbar sowie leicht zu pflegen und zu handhaben. Sie haben sehr gute optische Eigenschaften und können auch starke Fehlsichtigkeit ausgleichen. Außerdem können harte Kontaktlinsen bis zu einem bestimmten Grad auch Brechkraftfehler, wie eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) oder Hornhautunregelmäßigkeit, ohne weitere individuelle Anpassung ausgleichen, da sie im Gegensatz zu weichen Linsen ihre Form beibehalten (formstabil). Wenn bei einem stark ausgeprägten Astigmatismus die Fehlsichtigkeit nicht mit normalen (sphärischen) harten Kontaktlinsen ausreichend korrigierbar ist, können so genannte torische Kontaktlinsen verwendet werden. Sie sind als harte (formstabile) und als weiche Linsen erhältlich. Harte Kontaklinsen werden individuell angepasst. Anders als bei weichen Linsen kann es einige Tage dauern, bis die Augen sich an das Fremdkörpergefühl gewöhnt haben. Harte Kontaktlinsen werden vor dem Schlafengehen herausgenommen, mit einer speziellen Reinigungslösung gereinigt und in einer speziellen Aufbewahrungsflüssigkeit bis zum erneuten Einsetzen aufbewahrt. OK-Kontaktlinsen (Nachtlinsen)OK-Kontaktlinsen beziehungsweise Orthokeratologie-Kontaktlinsen (Nachtlinsen) sind auf dem deutschen Markt seit 2003 erhältlich. Bei dieser Methode werden (durch den Optiker oder Augenarzt) harte Kontaktlinsen angepasst, die nachts mindestens acht Stunden getragen werden müssen. Hierbei wird die Hornhaut durch den sanften und konstanten Druck, den die Linse ausübt, modelliert – die Brechkraft der Hornhaut verändert sich. So können Fehlsichtigkeiten für einen Zeitraum von bis zu 16 Stunden behoben werden, wodurch tagsüber auf das Tragen von Sehhilfen völlig verzichtet werden kann. OK-Linsen sind für alle Menschen geeignet, deren Kurzsichtigkeit -4,5 Dioptrien nicht überschreitet und die nur eine maximale Hornhautverkrümmung von bis zu -1,5 Dioptrien aufweisen. Wer Orthokeratologie-Linsen verwendet, sollte außerdem eine ausreichende Menge an Tränenflüssigkeit produzieren. Diabetiker und Rheumatiker dürfen keine OK-Linsen tragen. Durch den Einsatz von Nachtlinsen wird die Hornhaut nicht gefährdet. Neben der genauen Anpassung dieser Linsen ist eine regelmäßige Kontrolle durch einen Kontaktlinsenspezialisten jedoch unerlässlich. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaKontaktlinsenDas könnte Sie auch interessieren
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