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Stand: 29. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Katheter sind bereits seit dem Altertum bekannt. Die damals verwendeten starren Röhrchen waren aus Bronze oder Silber und dienten zur Entleerung des Harns aus der Blase. Die Behandlung der Harnstauung mittels eines starren Katheters gehörte bereits in der klassischen persischen Medizin zu den Standardverfahren. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts benutzten die Eunuchen des kaiserlichen Hofs in Peking solche starren Katheter aus Silber zur Selbstkatheterisierung. Südamerikanische Indios verwenden noch heute ein zusammengerolltes glattes Blatt als Katheter, mit dem sie sich entzündungshemmende Pflanzensäfte bei Entzündungen der Harnröhre einführen.
Die Entwicklung des modernen biegsamen, flexiblen Katheters ist eng an die Verbesserung der verwendeten Materialien gebunden. Der erste Entwicklungsschub wurde durch die Erfindung des vulkanisierten Kautschuks im 19. Jahrhundert ausgelöst (Goodyear 1843: Vulkanisierung des Kautschuks; Hancock 1851: erstes Patent für Gummi). Ab den 1940er Jahren kamen synthetische Kunststoffe hinzu.
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