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Herzschrittmacher

Wann ein Herzschrittmacher?

Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Manche Menschen benötigen dauerhaft einen Herzschrittmacher – in anderen Fällen ist der Herzschrittmacher nur für eine gewisse Zeit lang nötig. Ein Herzschrittmacher kommt dann nur vorübergehend zum Einsatz. Generell sollte man dabei die Schrittmachertherapie so früh wie nötig und so kurz wie möglich durchführen. Eine vorübergehende Behandlung mit einem Herzschrittmacher kann beispielsweise bei folgenden Erkrankungen sinnvoll sein:

  • Bei akuten Herzrhythmusstörungen (HRST), zum Beispiel bei akuten Überleitungsstörungen mit einer verlangsamten Herzfrequenz (Bradykardie)
  • Bei einem sogenannten kardiogenem Schock, bei dem das Herz nicht mehr ausreichend pumpt
  • Bei einer Vergiftung mit Pflanzen wie dem Fingerhut (Digitalis) oder ähnlich wirkenden Medikamenten (Digitalisintoxikation)

Bevor ein Patient einen permanenten, also dauerhaften Herzschrittmacher erhält, muss der Arzt den Betroffenen gründlich untersuchen. Ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt gehört zur Untersuchung ebenso dazu wie ein Ruhe-, ein Belastungs- und ein Langzeit-EKG, das die Herzaktivität misst. Wenn Medikamente bei Herzrhythmusstörungen nicht mehr ausreichen und Symptome wie Schwindel, Abgeschlagenheit, Leistungseinschränkungen bei Belastung, sogenannte Adam-Stokes-Anfälle (durch einen kurzfristigen Herzstillstand hervorgerufene Bewusstlosigkeit) oder eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) vorliegen, ist es sinnvoll, einen Herzschrittmacher zu implantieren (lat. implantare = einpflanzen).

Zwingende Gründe für einen Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher ist in jedem Fall nötig bei:

  • einem sehr langsamen Herzschlag (Bradykardie) mit Beschwerden
  • starken Leitungsstörungen des Herzens – auch bei Patienten ohne Beschwerden
  • der Kombination von langsamen und schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen
  • unzureichendem Pulsanstieg bei Belastung – auch bei ausreichender Ruhefrequenz (sog. chronotrope Inkompetenz)

Weitere mögliche Einsatzbereiche

Ein Herzschrittmacher kann ebenfalls sinnvoll sein bei:

  • Erkrankungen des natürlichen Herzschrittmachers, dem Sinusknoten
  • Karotis-Sinus-Syndrom
  • langsamem unregelmäßigen Herzschlag mit Leistungsminderung (z.B. bei Vorhofflimmern)
  • Störung der Erregungsüberleitung zwischen Herzvorhof und -kammer
  • Blockierungen innerhalb der Herzkammer

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Herzschrittmacher

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