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Herzschrittmacher

Implantation des Herzschrittmachers

Stand: 24. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Der sogenannten Implantation (Einpflanzen) eines permanenten Herzschrittmachers geht eine eingehende Untersuchung des Patienten voran. Der Eingriff ist keine Not-Operation und daher gut planbar. In der Regel ist eine örtliche Betäubung ausreichend. Nur in Ausnahmefällen ist eine Vollnarkose notwendig.

Zunächst desinfiziert der Chirurg den entsprechenden Hautbereich. Anschließend setzt er einen fünf bis sechs Zentimeter langen Hautschnitt links oder rechts unterhalb des Schlüsselbeins. Danach legt er die an dieser Stelle verlaufende Vene (Vena cephalica) frei. Unter Zuhilfenahme eines speziellen Nahtmaterials eröffnet der Arzt die Vene. Über diese Öffnung führt er die Schrittmacherelektroden in das Blutgefäß ein und positioniert sie unter Röntgenkontrolle im rechten Herzvorhof und/oder in der rechten Herzkammer. Nachdem der Arzt die Elektroden fixiert hat, formt er eine "Tasche" für den Herzschrittmacher: Die Tasche kann sowohl unter der Haut als auch unter dem Brustmuskel angelegt werden. In wenigen Fällen wird der Schrittmacher auch im Bauchraum platziert.

Bei Herzschrittmacher-Modellen mit sogenannten myokardialen Elektroden näht der Arzt diese direkt auf den Herzmuskel (Myokard). Dazu ist eine kleine Eröffnung des Brustkorbs (Thorakotomie) unter Vollnarkose notwendig. Ärzte setzten diese Schrittmacherelektroden nur sehr selten ein, zum Beispiel bei Menschen mit schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

Wenn der Eingriff beendet ist, verschließt der Chirurg die Haut durch eine Naht und legt einen keimfreien Verband an. Zu den Komplikationen einer Herzschrittmacher-Operation zählen Blutergüsse und Nervenreizungen. Sehr selten kann das Brustfell verletzt werden oder eine Infektion oder Herzrhythmusstörung auftreten. In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollte man den Arm auf der operierten Seite schonen und nicht über 90 Grad abspreizen oder anheben. Wenn Schwellungen im Bereich der Schrittmachertasche, Fieber oder Schmerzen in der Brust auftreten, muss man den Arzt aufsuchen.

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