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Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

Stand: 23. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) stellt eine spezielle Form der Endoskopie dar (griech. endon = innen, skopein = betrachten): Mit einem speziellen Endoskop – dem sogenannten Arthroskop – können Ärzte die Gelenke minimal-invasiv, das heißt ohne große Hautschnitte, untersuchen und häufig auch sofort behandeln.

Das bei der Gelenkspiegelung eingesetzte Arthroskop besteht aus einer Sonde und zwei Schläuchen. Die Sonde führt der Arzt in das Gelenk ein: Über eine winzige Videokamera überträgt sie während der Arthroskopie Bilder auf einen Monitor. Die beiden Schläuche dienen dazu, Spülflüssigkeit in das Gelenk einzufüllen und abzusaugen. Zeigt die Arthroskopie Schäden am Gelenk, ist es meistens bereits während des Eingriffs möglich, diese zu behandeln, denn: Über das Arthroskop kann der Arzt weitere Arbeitsinstrumente wie Schere, Messer, Haken und Fräsen einführen.

Gelenkspiegelungen sind nicht bei allen Gelenken und Gelenkerkrankungen möglich. Am häufigsten erfolgt eine Arthroskopie am Knie, um Schäden am Meniskus oder Kreuzband arthroskopisch zu untersuchen und zu behandeln. Grundsätzlich kann eine Arthroskopie aber auch an anderen Gelenken wie Schulter, Hüfte, Ellenbogen, Handgelenk, oder Sprunggelenk zum Einsatz kommen. Eine arthroskopische Operation der Schulter kann zum Beispiel beim Impingementsyndrom oder bei einer Rotatorenmanschettenruptur erfolgen.

Die Arthroskopie ersetzt mittlerweile viele Gelenkoperationen, für die früher ein offener Eingriff mit großem Schnitt notwendig war. Die Gelenkspiegelung bietet wie alle anderen modernen endoskopischen Untersuchungs- und Therapieverfahren im Vergleich zu herkömmlichen Methoden viele Vorteile: Einerseits erleichtert sie den Ärzten die Diagnosestellung und Behandlung – andererseits ist sie für die Betroffenen weniger belastend: Arthroskopien sind weniger schmerzhaft, es besteht ein geringeres Infektionsrisiko, die Wunde heilt schneller und die Betroffenen können das Gelenk nach dem Eingriff früher wieder bewegen und belasten.

Die Arthroskopie gehört zu den häufigsten endoskopischen Behandlungsverfahren überhaupt – neben endoskopischen Operationen an den Gallengängen, der laparoskopischen Entfernung der Gallenblase und einem bestimmten minimal-invasiven Verfahren (sog. transurethrale Resektion) zur Entfernung von Harnblasentumoren und gutartigem Prostatagewebe.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Gelenkspiegelung (Arthroskopie)

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