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Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Stand: 18. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) gehört zu den Standardeingriffen der Frauenheilkunde (Gynäkologie): Über 130.000-mal wurde diese Operation im Jahr 2008 in Deutschland vorgenommen. In etwa 90 Prozent aller Fälle erfolgt die Entfernung der Gebärmutter wegen gutartiger Erkrankungen des Organs.

An erster Stelle liegt der sogenannte Uterus myomatosus: Hierbei bildet sich in der Wand der Gebärmutter eine Vielzahl gutartiger Muskelgeschwülste (Myome). Sie lösen Symptome wie eine unregelmäßige und schmerzhafte Menstruation aus.

Weitere häufige gutartige Gründe für eine Gebärmutterentfernung sind eine Endometriose sowie ein Vorfall der Gebärmutter vor die Scheide (sog. Uterusprolaps). Bei einer Endometriose kommt Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter vor, etwa in der Bauchhöhle.

Der Arzt kann die Gebärmutter auf drei verschiedene Arten entfernen:

  • über die Scheide (vaginale Hysterektomie),
  • über einen Schnitt in der Bauchdecke (abdominale Hysterektomie) oder
  • über eine Bauchspiegelung (laparoskopische Hysterektomie, "Schlüssellochchirurgie").

Für jedes dieser Verfahren wiederum existieren unterschiedliche Operationstechniken. Fachleute sehen die Gebärmutterentfernung über die Scheide im Vergleich zur Methode mit Bauchschnitt als die schonendere Methode an. Sich die Gebärmutter entfernen zu lassen, stellt Frauen in vielerlei Hinsicht vor eine schwere Entscheidung: Denn es stellt sich nicht nur die Frage nach der Fruchtbarkeit. Auch das Gefühl, mit der Gebärmutter einen Teil ihrer Weiblichkeit zu verlieren, bewegt viele Frauen. Daher ist es wichtig, mögliche therapeutische Alternativen mit dem Arzt zu besprechen und genau abzuwägen, welche Behandlung infrage kommt.

Liegt eine bösartige Krankheit der Gebärmutter oder der Eierstöcke vor, ist die Gebärmutterentfernung jedoch oft die einzige Therapiemethode, die Aussicht auf Heilung verspricht.

Ein weiterer Fachbegriff für Gebärmutterentfernung lautet Uterusexstirpation.

Lesen Sie in diesem Beitrag zum Thema

Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

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