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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 18. März 2010Autor: Onmeda-Redaktion
In der Regel handelt es sich bei der Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) um einen komplikationsarmen Eingriff. Trotzdem geht die Operation nicht ohne Risiken einher. Völlig normal sind geringe Blutungen (Nachblutung) und Schmerzen nach einer Gebärmutterentfernung. Die Schmerzen lassen sich mit Schmerzmitteln gut lindern. Starke, lang andauernde Blutungen sowie Fieber, das kombiniert mit Schmerzen auftritt, können hingegen auf eine Komplikation (z.B. Infektion) hinweisen und sollten näher untersucht und behandelt werden.
Grundsätzlich sind die folgenden Komplikationen nach einer Gebärmutterentfernung am häufigsten und wichtigsten:
Welche Komplikationen im Einzelfall auftreten, hängt einerseits vom individuellen Gesundheitszustand der operierten Frau und andererseits von der Erfahrung des Operateurs und der Operationsmethode ab. Das Risiko, dass es zu Komplikationen nach einer Gebärmutterentfernung kommt, ist bei der Gebärmutterentfernung durch die Scheide (vaginale Hysterektomie) deutlich geringer als wenn der Arzt die Gebärmutter durch die Bauchdecke entfernt (abdominale Hysterektomie). Nach der abdominalen Hysterektomie treten im Vergleich zum Zugang über die Scheide häufiger fieberhafte Wundinfekte, Harnwegsinfekte und mit einer Blutung in Beziehung stehende Infekte auf. Vorteile des Zugangs über die Scheide sind eine kürzere Operationszeit und die Tatsache, dass die operierte Frau weniger Schmerzen nach dem Eingriff verspürt.
Mögliche Komplikationen nach einer Gebärmutterentfernung durch die Scheide:
Mögliche Komplikationen nach einer Gebärmutterentfernung durch die Bauchdecke:
Ärzte in Großbritannien haben im Rahmen einer großen Studie namens VALUE erhoben, wie oft schwere Komplikationen während oder nach einer Gebärmutterentfernung auftreten. Als schwere Komplikationen galten dabei unter anderem eine Thrombose (Gefäßverschluss) der tiefen Beinvenen, eine Lungenembolie, ein Herzinfarkt, Nierenversagen, Schlaganfall, Blutvergiftung (Sepsis), Nachblutung, Verletzungen innerer Organe oder des Harnleiters oder auch ein tödlicher Ausgang. Das Ergebnis der gut 37.000 ausgewerteten Fälle: Bei drei von hundert Frauen kommt es während der Operation und bei einer von hundert Frauen nach der Operation zu einer schweren Komplikation.
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