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Forenexpertin: Annette Mittmann
Forum Schwangerschaft & Geburt
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Stand: 30. Dezember 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) kann mit verschiedenen Risiken verbunden sein. Diese können sowohl die Mutter als auch das Kind betreffen. Allgemein empfinden die meisten Frauen die Entnahme von Fruchtwasser zur Fruchtwasseruntersuchung als unangenehm, aber nicht schmerzhaft – ähnlich einer Blutabnahme oder einer Spritze. Wenige Stunden nach dem Eingriff kann ein vorübergehendes Druckgefühl oder ein Gefühl der Verkrampfung vorhanden sein. Außerdem ist für Frauen ein schonendes Verhalten nach der Fruchtwasseruntersuchung ratsam. Das bedeutet: im Anschluss an die Fruchtwasserpunktion zwei bis drei Tage lang kürzer treten.
Mögliche Risiken einer Fruchtwasseruntersuchung sind beispielsweise vaginale Blutungen, Infektionen oder ein vorübergehender Fruchtwasserabgang. Nach der Fruchtwasserentnahme zur Fruchtwasseruntersuchung kann es auch zu einem vorzeitigen Blasensprung oder zu einer Fehlgeburt kommen. Außerdem besteht bei einer Amniozentese das Risiko, durch die Punktion einen gesunden Fötus zu schädigen.
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit für Risiken und Komplikationen einer Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) ist, hängt auch davon ab, zu welchem Zeitpunkt während der Schwangerschaft die Fruchtwasserentnahme stattfindet: Das Risiko einer Fehlgeburt nach der Fruchtwasseruntersuchung in der 16. Schwangerschaftswoche beträgt etwa 0,4 bis 1 Prozent. Erfolgt der Eingriff vor der 16. Woche, ist das Risiko höher, da erst wenig Fruchtwasser vorhanden ist. Dagegen ist bei über 35-jährigen Schwangeren die Wahrscheinlichkeit, ein Kind mit einer Chromosomenschädigung zu bekommen, größer als die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung durch die Amniozentese.
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