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Stand: 27. Juli 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Um Stoßwellen zu erzeugen, wenden Mediziner drei verschiedene Verfahren der Stoßwellentherapie an. Allen drei Methoden ist gemeinsam, dass die Stoßwellen außerhalb des menschlichen Körpers in der Umgebung von Wasser entstehen. Dies wird als extrakorporale Erzeugung bezeichnet.
Da Wasser eine annähernd gleiche Dichte hat wie die flüssigkeitshaltigen Gewebe des menschlichen Körpers, hält man beim Übertritt der Stoßwellen in den Körper den Energieverlust gering.
Die elektrohydraulische Stoßwellenerzeugung ähnelt einem Blitzschlag unter Wasser. Dazu zündet ein Kondensator in einem Wasserbad eine spezielle Zündkerze – die umgebende Flüssigkeit erhitzt sich schlagartig und es entsteht eine Druckwelle, die sich explosionsartig ausbreitet. Diese Welle wird in einem halbrunden Reflektor gebündelt und ausgerichtet.
Die piezoelektrische Stoßwellenerzeugung beruht auf dem von den Brüdern Curie beschriebenen Piezoeffekts. Hierbei erzeugen bestimmte Quarzkristalle (Piezokristalle) mithilfe von Wechselstrom mechanische Schwingungen, die sich in Flüssigkeit als Stoßwellen ausbreiten. Diese Stoßwellen werden anschließend gebündelt.
Bei der elektromagnetischen Stoßwellenerzeugung generiert ein Kondensator mithilfe einer Spule einen Druckimpuls, der sich in der umliegenden Flüssigkeit ausbreitet und Stoßwellen entstehen lässt. Eine Linsenoptik bündelt die Stoßwellen und richtet sie auf einen bestimmten Punkt aus.
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