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Stand: 23. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Einer der Entzündungswerte (Entzündungszeichen, Entzündungsparameter) im Blut, der zum Grundprogramm vieler Blutuntersuchungen gehört, ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit beziehungsweise Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG). Um diesen Entzündungsmarker zu bestimmen, gibt man einer Blutprobe einen gerinnungshemmenden Stoff zu, zieht das Blut anschließend in einem Röhrchen auf und stellt dieses senkrecht auf. Die festen Bestandteile des Bluts, also die Blutkörperchen, sinken dann langsam – durch die Schwerkraft angezogen – auf den Boden des Röhrchens. Nach einer Stunde liest man ab, wie weit die Blutkörperchen abgesunken sind.
Die Senkungsgeschwindigkeit ist dabei vor allem von der Oberfläche der Blutkörperchen abhängig. Finden sich im Blut vermehrt Eiweiße, welche die Blutkörperchen aneinander haften lassen, ist die Blutsenkungsgeschwindigkeit erhöht. Das ist bei Entzündungen der Fall. Doch dieses Entzündungszeichen allein ist noch kein sicherer Nachweis für eine Entzündung: Weitere Faktoren wie Blutarmut (Anämie) können die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) ebenfalls beeinflussen und zur Überschreitung der Normalwerte führen.
Grundsätzlich gilt: Eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) ist ein Hinweis auf eine Entzündung. Allerdings können diese Entzündungswerte im Blut auch bei gesunden Menschen oder durch andere, nicht-entzündliche Erkrankungen erhöht sein:
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