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Elektromyographie (EMG)

Durchführung

Stand: 5. Januar 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Eine Elektromyographie (EMG) kommt erst zum Einsatz, wenn der Arzt eine körperliche Untersuchung durchgeführt und eine Verdachtsdiagnose gestellt hat. Nur so kann er gezielt einzelne Muskeln untersuchen.

Vor der Elektromyographie desinfiziert der Arzt die entsprechende Hautstelle, unter der sich der zu untersuchende Muskel befindet. Anschließend sticht er durch die Haut dünne Nadelelektroden in den Muskel. Die Elektroden messen die elektrische Spannung, die in Ruhe und bei Anspannung vom Muskel erzeugt wird. Diese Spannung wird über einen Computer sichtbar und hörbar gemacht.

Die Elektromyographie erfolgt in mehreren Schritten:

  • Zunächst erfasst der Arzt die elektrische Muskelaktivität während des Nadeleinstichs (sog. Einstichaktivität) und in Ruhe (sog. Spontanaktivität).
  • Anschließend prüft er die Aktivität bei mäßiger Muskelanspannung.
  • In einem weiteren Schritt wird getestet, wie hoch die Muskelaktivität bei größtmöglicher Muskelanspannung ist.

Alternativ können Oberflächenelektroden auf den Muskel aufgelegt werden, sodass kein Einstich erfolgen muss. Durchschnittlich dauert eine Elektromyographie etwa bis zu einer halben Stunde, wobei Einstichstelle und -tiefe mehrfach verändert werden.

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Elektromyographie

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