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Ektomie

Anwendungsgebiete

Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Der Arzt nimmt eine Ektomie nur dann vor, wenn ein Organ so schwer erkrankt ist, dass er es nicht mithilfe anderer medizinischer Maßnahmen erhalten kann. Dies ist häufig dann der Fall, wenn sich in dem betroffenen Organ ein bösartiger Tumor (Krebs) befindet.

Aber auch eine Entzündung kann der Grund für eine Ektomie sein. So kann beispielsweise eine chronische Mandelentzündung dazu führen, dass der Arzt die Mandeln (Tonsillen) vollständig entfernen muss (sog. Tonsillektomie). Bei einer Appendizitis – im allgemeinen Sprachgebrauch auch Blinddarmentzündung genannt – entfernt der Arzt den Wurmfortsatz (Appendix; ein Anhängsel des Dickdarms).

Ein weiterer Grund für eine Ektomie kann eine Verletzung eines Organs durch einen Unfall sein. Hier kann es beispielsweise zu einem Milzriss (Milzruptur) kommen, wodurch Blutgefäße reißen und Blutungen entstehen, die lebensgefährlich sein können. Der Arzt muss die Blutung stoppen, da der Patient sonst innerlich verbluten kann. Bei einem Milzriss ist diese Gefahr besonders hoch. Hier hilft in der Regel nur eine rasche "Splenektomie", bei der Chirurgen die komplette Milz (lat. splen) entfernen.

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