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Stand: 16. Mai 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Ein Defibrillator verfügt über eine spezielle Technik. Der zentrale Bestandteil eines Defibrillators ist ein Kondensator, der die elektrische Energie speichert. Um den Herzmuskel mit einem gezielten elektrischen Stromimpuls (Defibrillation) wieder zum Schlagen zu bringen, klebt man großflächige Elektroden auf den Brustkorb des Patienten oder hält ihm die Elektroden an den Körper. Die Elektroden laden die Energie (ähnlich einem Foto-Blitzgerät) und geben sie auf Knopfdruck an den Patienten ab.
Der Benutzer kann bei einem Defibrillator die Energiemenge des Stromschlags regulieren, sofern sie nicht – wie bei einem AED – automatisch bemessen wird. Die Stromimpulse der Defibrillatoren unterscheiden sich leicht von Hersteller zu Hersteller. Als Mittelwerte gelten:
Moderne Defibrillatoren arbeiten biphasisch (mit zwei Phasen). Das bedeutet, dass während der Defibrillation die Spannung zwischen den beiden Elektroden wechselt. Aus dem Pluspol wird ein Minuspol und umgekehrt. Der Polwechsel spart Energie und gewährleistet einen effektiven Einsatz des Defibrillators. Die meisten Defibrillatoren sind heutzutage biphasisch – sie schonen das Herz und auch die Haut durch den geringeren elektrischen Strom.
Oftmals beinhaltet ein Defibrillator weitere Funktionen, die in der Intensivüberwachung und -therapie wichtig sind, wie etwa ein EKG (Messung der elektrischen Aktivität der Herzmuskelzellen), ein Pulsoximeter (Messung des Sauerstoffgehalts im Blut), einen Herzschrittmacher oder auch eine Blutdruckmessung. Dies ermöglicht dem Krankenhaus- und Rettungsdienstpersonal, einen Patienten mit nur einem Gerät umfassend zu therapieren und zu überwachen.
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