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Forenexperte: Dr. Dirk Hennesser
Forum Chemotherapie
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Stand: 27. April 2012Autor: Onmeda-Redaktion
Im Rahmen einer Chemotherapie können auch Nebenwirkungen auftreten, welche die einzelnen Blutbestandteile betreffen. So ist die Anzahl an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) häufig verringert. Die verabreichten Zytostatika schädigen diese Zellen, die im Blut den Sauerstoff transportieren. Außerdem kann eine Chemotherapie auch Nierenschädigungen verursachen. Die Niere kann dann nicht ausreichend das Hormon Erythropoetin (Epo) bilden, das für die Bildung und Reifung der roten Blutkörperchen zuständig ist.
Dadurch entsteht eine mehr oder weniger starke Blutarmut (Anämie). Das hat zur Folge, dass die Gewebe und Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Die Betroffenen sind blass und fühlen sich abgeschlagen. Oftmals treten infolge einer Chemotherapie auch Erschöpfung und Müdigkeit als Nebenwirkungen auf – von Medizinern auch als Fatigue bezeichnet. Der Mangel an Erythrozyten gilt als eine mögliche Ursache von Fatigue bei Krebspatienten. In schweren Fällen sind die Betroffenen kaum noch in der Lage, die Anforderungen ihres Alltags zu meistern.
Eine Behandlung mit Erythropoetin regt die Neubildung roter Blutkörperchen an. Bei schweren Anämien kann der Arzt auch Erythrozyten-Konzentrat über die Vene verabreichen.
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