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Stand: 26. April 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Die Bypass-Operation ist eine Methode zur Überbrückung von verengten oder verschlossenen Blutgefäßen. Der Operateur stellt bei der Bypass-Operation eine Umgehung (englisch "bypass") des betroffenen Gefäßes her – das zuvor unzureichend durchblutete Gewebe wird dadurch wieder mit Blut versorgt. Für den Bypass verwendet man körpereigene oder künstliche Gefäßprothesen.
Grundsätzlich können Bypässe an verschiedenen Regionen des Körpers dafür sorgen, Durchblutungsstörungen zu beheben. Die bekannteste Bypass-Operation ist aber die am Herzen, die sogenannte Aortokoronare Bypass-Operation, zwischen Hauptschlagader (Aorta) und den Herzkranzgefäßen (Koronararterien).
Die erste Idee für eine Bypass-Operation hatten schon 1912 Ärzte am Berliner Jüdischen Krankenhaus, aber erst im Jahr 1967 wurde der erste Bypass durch den argentinischen Herzchirurgen Rene G. Favaloro gelegt. Heutzutage gehört die Bypass-Operation zu den Routineeingriffen der Medizin und ist eine der häufigsten Herzoperationen. Allein in Deutschland bekommen jedes Jahr 70.000 Patienten einen Bypass. Die Operation dauert je nach Anzahl der benötigten Gefäßbrücken zwischen zwei und fünf Stunden. Wie jeder Eingriff am offenen Herzen ist aber auch diese Operation nicht risikofrei.
Da das Herz während der Bypass-Operation nicht schlagen darf, übernimmt während dieser Zeit eine Herz-Lungen-Maschine die Aufgabe der "Blutpumpe". Sie hält den Kreislauf aufrecht, reichert das Blut mit Sauerstoff an und entfernt überschüssiges Kohlendioxid. Damit sich beim Blutfluss durch die Maschine keine Blutgerinnsel bilden, erhält der Patient gerinnungshemmende Medikamente. Nach der Bypass-Operation bringt ein kleiner elektrischer Impuls das Herz wieder zum Schlagen.
Eine Bypass-Operation ist ratsam, wenn Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronararterien) vorliegen, welche die Durchblutung des Herzmuskels beeinträchtigen. Typisches Krankheitsbild hierfür ist die Koronare Herzkrankheit (KHK), die sich häufig durch Schmerzen oder ein Engegefühl in der Brust (Angina pectoris) bemerkbar macht.
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