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Body-Plethysmographie

Stand: 25. März 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Die Body-Plethysmographie (auch Ganzkörper-Plethysmographie) ist ein wichtiges Verfahren zur Prüfung der Lungenfunktion. Anhand der Ergebnisse der Body-Plethysmographie (plethys = Menge; graphein = aufzeichnen) kann der Arzt beurteilen, ob Lunge und Atemwege normal arbeiten oder durch Erkrankungen geschädigt sind.

Mithilfe der Body-Plethysmographie lässt sich die Luftmenge in der Lunge messen. Neben dem gesamten Lungenvolumen werden der Atemwegs-Widerstand (Resistance) und das Residualvolumen ermittelt. Der Atemwegs-Widerstand bezeichnet den Strömungswiderstand in den Atemwegen. Unter Residualvolumen versteht man das Luftvolumen, das auch dann in der Lunge verbleibt, wenn die untersuchte Person maximal ausgeatmet hat.

Während der Body-Plethysmographie sitzt die zu untersuchende Person in einer luftdichten Glaskammer und atmet über ein Mundstück. Ein Messgerät registriert unter anderem die Druckveränderungen in der Kammer, die beim Ein- und Ausatmen entstehen.

Die Body-Plethysmographie ist vor allem für die Diagnose von sogenannten obstruktiven Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis, COPD und restriktiven Lungenerkrankungen wie der Lungenfibrose (narbige Veränderung von Lungengewebe) sowie durch Asbest verursachte Schädigungen von großer Bedeutung. Gleichzeitig kann man mittels Body-Plethysmographie den Schweregrad einer Lungenerkrankung abschätzen. Besonders bei Krankheiten der Lunge, die chronisch voranschreiten können, lassen sich durch regelmäßiges Messen der Lungenfunktion Veränderungen rechtzeitig erkennen und sofort behandeln.

Für die Body-Plethysmographie ist es nicht unbedingt nötig, dass der Untersuchte aktiv mitarbeitet. Die Werte lassen sich während der normalen Atmung ermitteln. Außerdem birgt die Body-Plethysmographie keinerlei Risiken für die Gesundheit des Untersuchten, da keine Strahlung oder andere Einflüsse auf ihn einwirken.

Von der Body-Plethysmographie unterscheidet man die Spirometrie. Diese wird auch als “ kleine Lungenfunktion ” bezeichnet. Die Spirometrie zeigt, wie viel Luft der Patient ein- und ausatmen kann – sie liefert aber, im Gegensatz zur Body-Plethysmographie, keine exakten Ergebnisse zum gesamten Luftvolumen der Lunge oder zum Atemwegs-Widerstand.

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