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Bluttransfusion (Blutübertragung)Stand: 26. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion AllgemeinesBei einer Bluttransfusion (Blutübertragung) erhält der Empfänger über eine Spritze in die Vene (intravenös) bestimmte Blutbestandteile eines Spenders – zum Bespiel, um einen Blutverlust oder eine gestörte Blutbildung zu behandeln. Schon früh schrieben die Menschen dem Blut heilende Eigenschaften zu und setzten es auch zu therapeutischen Zwecken ein. Dabei verabreichte man allerdings Bluttränke; später kam die Übertragung von tierischem Blut hinzu. Es dauerte lange, bis die erste Bluttransfusion von Mensch zu Mensch so erfolgte, wie wir sie kennen. Im frühen 19. Jahrhundert kam die Übertragung von menschlichem Blut in den Blutkreislauf zum ersten Mal erfolgreich zum Einsatz: Damals gelang es einem englischen Geburtshelfer, mit Blutübertragungen Frauen zu retten, die bei der Geburt ihrer Kinder viel Blut verloren hatten. Bei den ersten Bluttransfusion handelte es sich um eine sogenannte Vollblutspende: Das Blut gelangte unverändert vom Spender zum Empfänger. Heute ist es jedoch üblich, nur bestimmte Blutbestandteile zu übertragen. Daher ist es zur Herstellung einer für die Bluttransfusion bestimmten Blutkonserve notwendig, diese Bestandteile aus dem Spenderblut zu isolieren und zu konservieren. Die meisten Blutkonserven sind Konzentrate roter Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrate). Eine Bluttransfusion birgt dank der Richtlinien zur Herstellung und Verabreichung fremder Blutprodukten kaum noch Risiken in sich. Voraussetzung für eine Blutübertragung ist jedoch die Verträglichkeit (Kompatibilität) der Spender- und Empfängerblutgruppen. Daher ist vor einer Transfusion eine Blutgruppenbestimmung notwendig. Grundsätzlich ist es vorgeschrieben, dass der Empfänger einer Bluttransfusion schriftlich zustimmen, bevor man ihm Blut übertragen darf. Nur in dringenden Notfällen ist die Durchführung von Bluttransfusionen auch ohne diese Einwilligung zulässig. Laut Transfusionsgesetz (TFG) ist außerdem vorgeschrieben, dass alle Daten zu Konserve, Arzt und Empfänger sowie eventuelle Zwischenfälle bei der Entnahme aufzuzeichnen sind, sodass sich der Weg einer Blutkonserve vom Spender bis zum Empfänger nachverfolgen lässt. Lesen Sie in diesem Beitrag zum ThemaBluttransfusion (Blutübertragung)
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