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Blutspende

Stand: 9. August 2011Autor: Onmeda-Redaktion

Allgemeines

Bei einer Blutspende wird einem freiwilligen Spender in der Regel aus einer Armvene Blut entnommen. Das untersuchte und aufbereitete Blut kommt für die Behandlung schwerkranker Menschen, für Operationen und für Unfallopfer infrage, die viel Blut verloren haben. Neben Bluttransfusionen werden die Blutspenden aber auch verwendet, um lebensrettende Medikamente herzustellen.

Man sieht eine Blutkonserve, die mit einer Schleife dekoriert ist.
Mit einer Blutspende helfen Sie Menschenleben zu retten!

Blut gilt als Arzneimittel und fällt somit unter das Arzneimittelgesetz. Der Blutspende kommt so große Bedeutung zu, da es immer noch nicht möglich ist, Blut künstlich herzustellen. Da für Operationen in Deutschland täglich 15.000 Blutspenden benötigt werden, ist es dringend erforderlich, dass Menschen auch weiterhin regelmäßig Blut spenden. Jährlich melden sich rund zwei Millionen Personen für eine Blutspende. Dennoch kommt es, vor allem in der Ferienzeit, immer wieder zu Engpässen an Blutkonserven.

Eine Blutspende ist bei gesunden Menschen risikofrei.

Eine Blutspende dauert insgesamt etwa anderthalb Stunden. Blut spenden kann man in öffentlichen Krankenhäusern oder auch bei privaten Blutspendediensten. Es gibt drei verschiedene Arten von Blutspenden:

Am häufigsten spenden Personen bei der Blutspende Vollblut – es enthält noch alle festen Komponenten des Blutes: die roten und weißen Blutkörperchen (Erythrozyten, Leukozyten) und die Blutplättchen (Thrombozyten). Nach einer gründlichen Laboruntersuchung wird das Vollblut in seine einzelnen Bestandteile zersetzt und konserviert. Die Blutspenden lagern in sogenannten Blutbanken (Lager für Blutkonserven) und stehen dann beispielsweise für die Versorgung von Unfallopfern zur Verfügung.

Damit das gespendete Blut bei einer Bluttransfusion nicht mit dem Blut des Empfängers verklumpt, müssen die Blutgruppen von Spender und Empfänger nach dem sogenannten AB0-System übereinstimmen. Die häufigsten Blutgruppen in Deutschland sind Blutgruppe A und Blutgruppe 0 – dementsprechend gefragt sind Spender mit diesen Eigenschaften. Eine Besonderheit sind Blutspender mit der Blutgruppe 0 und einem negativen Rhesusfaktor: Diese Blutspender gelten als "Universalspender", da ihr Blut mit allen anderen Blutgruppen kombinierbar ist, sich also als Blutspende für alle Empfänger eignet.

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